Zurückgeblickt: Die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

´
Nadine Kube | 12 Juli 2017 | Kommentieren
Bachmannpreis – Klagenfurt: Literaten erstarrten einst in Ehrfurcht, wenn von einem Preisträger des renommierten Gipfeltreffens neuerer deutschsprachiger Literatur die Rede war.

Der Preis wird jährlich in Gedenken an die bedeutende österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen und gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. 14 AutorInnen werden von den 7 Jurymitgliedern vorgeschlagen und lesen nach Losverfahren über drei Tage verteilt ihre Exzerpte vor Publikum und Jury, die hiernach diskutiert werden. Die mehrtägige Veranstaltung ist für jedermann offen, der das Spektakel aus der Nähe erleben möchte.  Parallel dazu übertragen die Sender ORF und 3Sat alle Lesungen und Diskussionen im Live-Stream. Die Videos sind hiernach dauerhaft über die Website des Ingeborg-Bachmann-Preises abrufbar.

Das Studio im ORF-Theater in Klagenfurt - Austragungsort des Wettbewerbs um den Ingeborg-Bachmann-Preis

Zurückgeblickt: LiteraturCamp 2017 in Heidelberg

´
Nadine Kube | 28 Juni 2017 | Kommentieren
Am Wochenende 24./25.06.17 fand in Heidelberg das zweite LiteraturCamp statt.
Zwei Tage mit geballtem In- und Output und insgesamt 220 Teilnehmern: Ein Spektakel sondergleichen, möchte man meinen, schaut man sich die Twitter-Wall zum Hashtag #Litcamp17 an, die allein am ersten Tag über 4.790 Tweets verzeichnete und auf Platz zwei der deutschen Twitter-Trends lag.

Was ist da passiert? 

Ganz einfach: 220 Newbies und alte Hasen aus allen Ecken und Enden der Bücherwelt – unter anderem ein paar engagierte SchreibnächtlerInnen 😊 – fanden sich unter dem Banner „rund um die Literatur“ zusammen, um sich auszutauschen, (gegenseitig) zu informieren, zu diskutieren, Allianzen zu schließen und Spaß zu haben.

Start des LitCamps - volle Konzentration bei der Vorstellungsrunde

100 Seiten to go - Teil 2

´
Thomas Williams | 14 Juni 2017 | 2 Kommentare
Der Kopf braucht ein Ziel, das es zu erreichen gilt.

Keine Ahnung, wo ich das gelesen habe, aber es stimmt. Mit einem Ziel vor Augen schreibt es sich viel einfacher. Bisher waren es Szenen, die ich endlich umsetzen wollte. Wenn ich eine solche vor Augen habe, schreibt sich die Geschichte fast wie von alleine. Und jetzt sind es die 100 Seiten pro Monat, die mich zwingen, meinen Hintern auf den Stuhl zu pflanzen und das Internet mal zu ignorieren.

Dialoge als dramaturgisches Kunstwerk

´
Nadine Kube | 26 April 2017 | Kommentieren
Dialoge schreiben ist hohe Kunst.
Diese Kunst erfordert Übung in der Abstraktion, denn ein Dialog darf niemals nur schmückendes Beiwerk sein. Wer sich dies beim Schreiben nicht bewusst macht, sollte auf Dialoge verzichten.

Geht das denn?
Die Antwort ist simpel: Nein. Sobald Figuren interagieren, wird immer auch Kommunikation stattfinden – in irgendeiner Form.

Formale Betrachtung


Per Definition ist ein Dialog ein Zwiegespräch zwischen mindestens zwei Figuren nach dem Prinzip der abwechselnd geführten Rede und Gegenrede.

Wenn man sich dieses Grundprinzip verdeutlicht, wird schnell klar, welche dramaturgische Funktion damit verknüpft ist: Zwei (oder mehrere) Figuren treten miteinander in Interaktion. Dialoge sind also auch immer eine bewusste Aktion und damit handlungsrelevant.
(Reiner Informationsfluss von Sprecher A zu B ist immer einseitige Kommunikation. Die textliche Ausführung als direkte oder indirekte Rede – bei Aussage, Ausruf oder Order – hat also erst einmal nichts mit Dialogführung zu tun.)

Welttag des Buches: Jennifer Wolf - Morgentau

´
Patricia Bellasie | 23 April 2017 | 2 Kommentare


Vor ungefähr zwei Jahren war Jennifer Wolf bei uns zu Gast als Special Guest. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Da wir zum Welttag des Buches ihr Buch "Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten" verlosen, habe ich das Forum etwas durchwühlt und mir ihre alte Fragestunde angesehen. 2007 hat sie ihr erstes Buch geschrieben. Veröffentlicht wurde sie das erste Mal allerdings erst 2013. Diese Ausdauer ist nicht nur bewundernswert, sondern auch sehr erstrebenswert, das muss man schon mal sagen.

Eine der Fragen von Baltimore hat mir besonders gut gefallen:

Was magst du am liebsten am Veröffentlichen?