Coverdesign: Farbgebung

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Unknown | 23 Dezember 2013 |


Ein Buchcover lebt nicht nur vom Bildmotiv, dem Text und wie alles ausgerichtet ist, sondern auch von einer ansprechenden Farbgebung. Mit Farben könnt ihr Leser erreichen, eine bestimmte Stimmung in ihnen wecken, oder aber auch abschrecken. In diesem Beitrag gehen wir nicht auf die Farbsymbolik ein, das können wir zu einem späteren Zeitpunkt machen. Unser Anliegen ist es, die Einheit von Farbe, Motiv, Licht und Schatten zu zeigen.


Ihr müsst euch vor dem Gestalten Gedanken machen, welche Stimmung ihr erzeugen wollt. Stellt euch folgende Fragen:
  • Welche Farben passen zu meiner Geschichte?
  • Welche Farben würde meine Zielgruppe gern sehen?
  • Soll mein Cover erfreuen oder bedrücken, den Leser zum Träumen bringen, oder amüsieren?
  • Würde auch eine unerwartete Farbe zu meiner Geschichte passen? Vielleicht hebe ich mich damit ja von der Konkurrenz ab und überrasche meine Leser?
  • Liegt meine Farbe im jetzigen Trend, oder habe ich sie gewählt, weil sie sowieso zu meiner Geschichte passt? Will ich damit einen bestimmten Lifestyle unterstreichen?
  • Bietet meine Farbgebung genug Kontrast zu der Schrift, die ich gewählt habe?
  • Erreiche ich mit dem Bildmotiv und den Farben genug Einheit, oder wird das Bild unruhig?

Nur selten greifen Autoren zu einem fertigen Bildmotiv, für Gewöhnlich möchten sie es noch verändern, den Hintergrund austauschen, ein Objekt hinzufügen oder die abgebildete Person äußerlich an den Protagonisten anpassen. Bei Fotomontagen ist es wichtig, dass es am Ende nicht nach einer Collage aussieht. Dafür müssen die Farben und Lichtverhältnisse angepasst werden. Wir können leider keine genaue Schritt für Schritt Anleitung geben, da jede Fotomanipulation anders ist und wir alle unterschiedliche Programme nutzen. Wir empfehlen allerdings, die zahlreichen Tutorials im Netz und auf Youtube, die sich mit Retusche und Fotomontage beschäftigen. So könnte eine Fotomontage aussehen: Aus den zwei Rohbildern, die farblich so rein gar nicht zusammen passen, ist das fertige Motiv entstanden. Ihr könnt jedes Objekt farblich an den Rest anpassen, oder ihr verwendet mehrere Farbfilter, die ihr dezent einsetzen dürft, um noch die Eigenfarben der Objekte zu behalten.

Schatten

Verzichtet auf vorgefertigte Schlagschatten, sie sind unnatürlich. Investiert lieber Zeit und zeichnet es selbst. Habt keine Angst vor unnatürlichem Licht oder Schatten, denn damit richtet ihr den Fokus auf das Wesentliche. Es darf nur nicht plump aussehen. Hier ist ein Beispiel für starken Schatten. 

Noch eine Kleinigkeit zum Schatten: Viele denken, er müsste schwarz sein und grauen ihre Bildmotive stark ab. Dabei ist der Schatten nur dunkel, den eigentlichen Farbton geben die Objekte und deren Umgebung. Beobachtet die Dinge um euch herum: Der Holztisch hat immer noch eine Holzfärbung, wenn etwas Schatten darauf fällt, es wird lediglich dunkler. Vor allem seid vorsichtig mit zu viel Schwarz im Gesicht. Wenn ihr unsicher seid, welchen Ton euer Schatten annehmen sollt, stellt alle Farben auch 100 %. Wollt ihr jedoch eine bläuliche Umgebung schaffen, nehmt unbedingt Gelb aus eurem Schwarz (versetzt eurem Schatten sozusagen den gewünschten Farbstich). 

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