Wie schreibe ich Blogartikel, die gern gelesen werden?

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Irina | 19 Januar 2014 |
Das Ziel eines jeden Bloggers ist es, Leser für seinen Blog zu gewinnen. Doch wie schafft man es, den Blogbesucher an die Hand zu nehmen und ihn von dem Titel bis zum Schluss durch den Text zu führen?

Versetzt euch in die Lage des Lesers

Bei der Gestaltung eurer Blogartikel müsst ihr immer bedenken, dass der Internet-Leser die für ihn lesenswerten Artikel nach anderen Kriterien auswählt als der „normale“ Leser. Landet ein Besucher auf eurem Blog, muss er auf den ersten Blick erkennen können, was ihn im Artikel erwartet und einen leicht lesbaren Text vorfinden.

Um besser zu verstehen, welche Blogbeiträge der Internet-Leser bevorzugt, müsst ihr euch in seine Lage versetzen. Das ist gar nicht so schwer, denn jeder Einzelne von uns wird zu einem solchen Leser, sobald er im Internet nach bestimmten Informationen sucht. Überlegt, welche Beiträge euch besonders gut gefallen. Welche machen euch Lust aufs Lesen und bei welchen klickt ihr direkt weiter?

Eine klare Artikel-Struktur erleichtert das Lesen

Natürlich hängt die Gestaltung der Texte immer damit zusammen, um welche Art von Blogbeiträgen es sich handelt. Veröffentlicht ein Autor beispielsweise eine Kurzgeschichte auf seinem Blog, ist diese meist in einem Stück geschrieben. Hier sollte der Leser direkt in der Überschrift erkennen, dass es sich um eine Geschichte handelt, damit er sich darauf einstellen kann. Teilt eure Kurzgeschichte in mehrere Sinnabschnitte ein. Denn das Lesen am Bildschirm ist anstrengend und ein Text, der aus mehreren kleinen Abschnitten besteht, ist einfach angenehmer zu lesen.

Blogbeiträge, die informieren oder Tipps geben und vor allem sehr lang und ausführlich sind, brauchen auf jeden Fall eine gute Struktur. Diese Texte solltet ihr dringend in mehrere Abschnitte einteilen und mit Zwischenüberschriften versehen.

Fesselnde Titel und Einleitungen schreiben

Aber beginnen wir mit der Überschrift. Ihr müsst eure Besucher schon mit dem Titel fesseln. Überlegt euch eine aussagekräftige Überschrift, die den Inhalt des Textes knapp beschreibt und Lust macht, den Text zu lesen.

Weiter geht es mit der Einleitung. Auch diese muss den Leser neugierig machen. Sehr schön sind hier Cliffhanger, wie ihr sie von Geschichten, Romanen und Filmserien kennt. Auch Fragen, die in der Einleitung gestellt werden, machen neugierig. Achtet darauf, dass die Einleitung kurz und knackig bleibt und ihr nicht zu viel verratet.

Zwischenüberschriften und Abschnitte sind Haltepunkte

Kommen wir nun zur Gestaltung des Haupttextes. Wie schon erwähnt, solltet ihr Ratgebertexte gliedern und die einzelnen Abschnitte mit Zwischenüberschriften schmücken. Die Überschriften sollten den Inhalt des jeweiligen Abschnitts kurz und knapp wiedergeben. Versetzt euch wieder in die Leserrolle: Ist euch schon einmal aufgefallen, dass ihr nach dem Lesen der Überschrift und der Einleitung (manchmal auch vorher), zuerst die einzelnen Zwischenüberschriften lest, um euch einen Überblick über den Text zu verschaffen und erst danach entscheidet, ob es sich lohnt, den Artikel zu lesen oder nicht? Dann wisst ihr ja nun, warum es so wichtig ist, Blogbeiträge zu strukturieren. Am Ende eines Artikels könnt ihr den Lesern Fragen stellen und sie so zum Kommentieren animieren oder ein kleines Fazit schreiben.

Nützliche und interessante Inhalte schreiben

Natürlich solltet ihr euren Lesern auch interessante Inhalte bieten. Sie müssen den Leser bereichern und er muss nach dem Lesen das Gefühl haben, dass er etwas gelernt hat und ihm geholfen wurde. Mit anderen Worten: Er muss euren Artikel als nützlich und wertvoll empfinden. Macht den Artikel interessanter und abwechslungsreicher, indem ihr immer wieder mal Fragen an den Leser stellt, den Text durch Stichpunkte auflockert oder Beispiele nennt. Habt ihr einen Leser mit eurem Text überzeugt, wird er euren Blog mit hoher Sicherheit wieder besuchen.

Bilder lockern den Text auf

Auch mit Bildern könnt ihr eure Artikel ein wenig auflockern. Aber Vorsicht: Beachtet dabei unbedingt Urheberrechte. Verwendet nicht einfach irgendwelche Fotos, die ihr bei Google findet, sondern schaut euch dafür auf speziellen Plattformen um. Bei Pixabay findet ihr beispielsweise kostenlose Bilder, die ihr auch zu redaktionellen und kommerziellen Zwecken nutzen könnt. Hier müsst ihr weder den Urheber noch die Quelle angeben. Geht aber lieber auf Nummer sicher und schreibt die Quelle vorsichtshalber dazu. Daneben gibt es natürlich viele andere Plattformen, die tolle Bilder gegen Bezahlung anbieten, beispielsweise Flickr oder Fotolia. Hier erhaltet ihr Fotos in hervorragender Qualität. Und natürlich könnt ihr auch eure eigenen Bilder in die Artikel einbinden.

Fazit:

Ihr seht, es lohnt sich, eure Artikel nach einer klaren und logischen Struktur zu gestalten. Denn sie gibt dem Leser einen Überblick über den Artikel und lässt ihn im ersten Augenblick erkennen, worum es im Text geht. Denkt immer daran: Ohne einen klaren Aufbau bleibt selbst der interessanteste Inhalt unbeachtet.

Autorin: Irina Kapatschinski

Kommentare:

  1. Auch immer gut, grade bei Blogs: Ein Hauch Humor, völlig bierernste Texte liest ja auch niemand gern.

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  2. Sehr schöner Artikel, vielen Dank. Ich war so frei, ihn mal auf meinem Blog zu verlinken.

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  3. Hallo ihr beiden,

    vielen Dank für eure Kommentare!

    @Sandra: Ganz lieben Dank fürs Verlinken, das freut mich sehr! :)

    Liebe Grüße
    Irina

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