Die verbotenen Früchte und warum die Protagonisten davon naschen sollten

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Unknown | 02 Februar 2014 |
Es gibt viele Möglichkeiten, Konflikte in eure Geschichten einzuarbeiten: Verschiedene Interessen der Charaktere oder deren eigensinnigen Gewohnheiten, der Kampf zwischen Gut und Böse, Intrigen, ...
Das Auferlegen von Verboten kann ebenfalls zu interessanten Konflikten führen.

Verschlossene Türen, Tagebücher, die Verbote, die uns Eltern, der Staat oder eine andere Autorität auferlegen: All das sind die Früchte, von denen wir kosten wollen. Wir möchten hinter das Geheimnis der Verbote schauen, um uns eine eigene Meinung zu bilden. Daraus entstehen Konflikte, die die Geschichte schreiben.

Es gibt kleine Verbote, die einem Teenager Stubenarrest bescheren, doch es kann auch schlimmer kommen. Schon Adam und Eva haben von der verbotenen Frucht gekostet und lieferten der Menschheit eine Geschichte vom Paradies,  der Versuchung und schließlich der Verstoßung aus dem Ort, der beiden lieb und teuer war. Sie mussten nach der Verbannung plötzlich zusehen, wo sie bleiben.

Uns wären sämtliche Geschichten vorenthalten geblieben, wenn sich die Protagonisten in unseren Lieblingsromanen immer an Regeln gehalten und nie etwas riskiert hätten. Dann wäre Harry Potter ein braver Schüler und vermutlich schon von Lord Voldemort besiegt worden. Und die vier Geschwister hätten Narnia niemals entdeckt, wenn sie auf die Haushälterin gehört hätten. Viele Geschichten wären bereits zu Beginn stagniert (nicht alle, denn nicht in jeder Geschichte geht es darum, über Verbote hinwegzusehen).

Wenn wir Verbote überschreiten, ist unser gesamter Körper angespannt, die Atmung ist anders und der Blutdruck erhöht. Wir verfallen in einen Rausch und gehen das Risiko ein, erwischt zu werden. Also gebt euren Charakteren Verbote, und lasst sie so frech, neugierig und unbelehrbar sein, diese zu brechen, um ihnen dann die Konsequenzen aufzuzeigen.





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