Große Schreibunlust und wie man sie wieder vertreibt

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Unknown | 28 Februar 2014 |
Sie schleicht sich an, oder rast auf uns zu, sie packt uns, hält uns fest und nimmt uns die Luft zum Atmen – die große Schreibunlust. Sie ist ein Ableger der Schreibblockade und setzt uns mindestens genau so schlimm zu, allerdings empfinden wir sie oft als gar nicht so unangenehm, denn Unlust ist verwandt mit der Gemütlichkeit und wer mag dieses Gefühl nicht? Unlust ist uns angeboren. Wenn der Körper, oder das Gehirn arbeiten muss, bekommen wir diese Trägheit und widmen uns lieber Sachen, die uns Spaß machen.


Woher kommt die Unlust?

  • Weil man vielleicht jeden Tag schreibt und einen Tapetenwechsel braucht, dann solltet ihr raus aus der Wohnung, weg vom Rechner und das tun, was ihr lieber machen wollt, danach kehrt ihr wieder zurück und schreibt, denn das wollt ihr ja im Grunde, sonst würdet ihr diesen Beitrag nicht lesen.
  • Weil die Szene, die ihr gerade schreibt euch langweilig und schrecklich unkreativ oder schwierig vorkommt. Dann überdenkt, ob der Leser später nicht die gleichen Bedenken hat. Prüft diese Szene: Ist sie denn so wichtig, oder kann sie durch eine spannungsvollere ersetzt werden, bei der ihr wieder das Gefühl bekommt, sie gern zu schreiben.
  • Oder habt ihr einfach eine Geschichte, aber ihr müsst euch zum Schreiben immer wieder zwingen? Dann ist ein Roman vielleicht nicht euer Medium? Solche Dinge muss man sich auch eingestehen, bevor man sich ewig quält. Liegen euch eher Kurzgeschichten, Gedichten, oder wollt ihr eure Geschichten lieber vertont hören? Dann schreibt doch Songtexte für Bands, oder drückt eure Geschichten auf andere Weise aus, Malerei, verrückte Kunst, Daumenkino, ... Die Möglichkeiten dafür sind unbegrenzt und für jedes Kunstwerk gibt es eine Plattform, auf der es ein Heim findet.
  • Privater Stress, eine Krankheit und innere Unruhe können auch eine Schreibunlust hervorbringen. Es ist wichtig, dass ihr auf Körper und Geist hört. Geht zum Arzt, meditiert, treibt Sport und klärt die Dinge, die euch zwischenmenschlich aus der Bahn werfen. Schreiben ist zwar wichtig, aber sollte nicht wichtiger werden als man selbst. 

Ich bin ein Autor, holt mich hier raus!
Wenn ihr durch den Buchladen schlendert, fragt ihr euch da nicht auch, warum DIESE Autoren ihre Schreiblust wegbekommen haben? Sie haben es geschafft und wir können uns sicher denken, dass auch sie eine Schreiblust hatten. Aber sie haben ihren Traum nicht aus den Augen gelassen und haben der Unlust nicht viel Platz gegeben.
Wenn ihr also den Grund für eure Schreibunlust gefunden habt, dann versucht es zu lösen und dann macht euch wieder ans Schreiben, denn das ist euer Traum.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube, ich 'leide' gerade fürchterlich an dieser Schreibunlust.. aber vielleicht ist es auch schon fast ne Blockade, aber mir fehlen im Moment auch einige Ideen.. Dieses Wochenende habe ich leider kein Kapitel zu 'Bedingungslos' und das tut mir in der Seele weh, aber ich kann gerade einfach nichts zu Papier bringen. Mal sehen, wie lange diese Phase dauert!
    LG Aileana

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