Umgang mit Kritik

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Unknown | 04 März 2014 |
"Geschmäcker sind verschieden, mir gefällt mein Cover so wie es ist."
Das ist durchaus richtig und wir haben das Recht hinter den Dingen zu stehen, die wir mit Herzblut geschaffen haben. Dennoch sollten wir bei jeder Kritik kurz überlegen, ob sie nicht doch berechtigt ist.

Kritiker
Es gibt mehrere Arten von Kritiker

  • Kritiker, die uns eine negative Kritik geben, weil sie uns nicht mögen und uns vielleicht sogar schaden wollen
  • Kritiker, die uns so sehr mögen, dass sie die negative Wahrheit niemals über ihre Lippen bringen würden und uns dadurch leider auch schaden
  • negative Kritiker, die uns aber positive Ratschläge geben und uns dadurch helfen
  • positive Kritiker, die erkennen, wie toll wir unser Cover gestaltet haben und uns Dinge aufzählen, die ihnen daran gefallen. Diese Kritiker bestätigen uns, wenn die Arbeit wirklich gut ist 
  • Kritiker, die Kritik geben, obwohl die Arbeit bereits gut ist. Diese Kritiker glauben, Verbesserungsvorschläge geben zu müssen, weil sie danach gefragt wurden. Sie suchen und suchen und können leider auch dazu führen, dass unser Werk schlechter wird. 
Wie können wir also erkennen, ob uns jemand anlügt, uns schaden oder helfen will?
Ihr solltet am besten mehrere Leute fragen. Wie wäre es mit einer Abstimmung mit mehreren Cover-Varianten, ohne gleichzeitig eine ausführliche Kritik von den anderen zu erwarten. So kann jeder kommentarlos den Favorit wählen, ohne dass jemand gezwungen wird, die bittere Wahrheit zu sagen, oder zu empfangen. Auch diejenigen, die uns nicht leiden können, werden durch die anderen ehrlichen Kritiker überstimmt.

Wenn ihr jedoch nur ein Cover zur Auswahl stehen habt, müsst ihr euch der Kritik stellen. Da könnt ihr zum Beispiel Grafiker fragen. Sie kennen sich mit der Gestaltung besser aus, als eure Nachbarin, deren Wohnung mit kitschigen Dekofiguren vollgestopft ist. Gestalter sagen euch nicht nur, ob euer Cover etwas taugt, sondern geben auch kreative Verbesserungstipps, falls welche notwendig sind.

Kritik nicht zu nah an euch ranlassen
Seid nicht beleidigt. Kritik schmerzt, aber meistens ist sie nicht gegen eure Person gerichtet. Atmet tief durch, zerreißt ein hässliches Sofakissen und dann versucht die Kritik zu verstehen und nehmt sie euch gegebenenfalls an. 

Negative Kritik, ohne produktiven Tipps, die nur darauf abzielt, euch zu verletzen, solltet ihr nicht an euch lassen. Sie trifft immer am härtesten und kann uns Tage lang außer Gefecht setzen. Als Autoren habt ihr keine Zeit, euch über böse Worte aufzuregen. Also kümmert euch lieber um die schönen Dinge dieser Welt und lasst euch nicht runterziehen. 

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