Die Welt zeigen im Wandermodus

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Unknown | 01 Juni 2014 |
Mit Cleo seid ihr schon fleißig am Bauen und Erschaffen eurer eigenen Welt, mit einer richtigen Karte, Städtesystemen, Politik und fremdartigen Wesen. Wie sollt ihr dem Leser diese unglaubliche Vielfalt an Informationen näherbringen, ohne sie zu überfordern oder gar zu Tode zu langweilen? Schließlich will der Leser kein Geschichtsbuch mit Zahlen und Fakten.
Wohl die einfachste und meist benutzte Methode dafür ist die Reise.

Kleine Häppchen
Mit jedem neuen Schritt erleben die Charaktere und der Leser die Welt in ihren Einzelheiten, ohne dass es in großen Steinbrocken auf sie niederregnet. Auch hier solltet ihr vorsichtig sein. Lasst es nicht aussehen, als würden eure Protagonisten aus einem Lexikon vorlesen, denn die Informationen, die ihr über eure Welt besitzt, könnt ihr niemals eurem Leser komplett vorsetzen. Euer Wissen über eure eigene Welt hilft euch lediglich dabei, eure Charaktere in bestimmten Situationen authentischer reagieren zu lassen.

Nicht gleich den Endboss vorsetzen
Wer von euch gerne Computerspiele spielt, der weiß, dass zu Beginn immer die harmlosen Gegner kommen und mit den Leveln immer fieser und stärker werden, so ist es mit der Herangehensweise bei den unbekannten Fakten für den Leser. Fangt am besten mit kleinen Veränderungen an und mischt die neue Welt mit der, die dem Leser bereits vertraut ist, also seine eigene, Reale. Nach und nach könnt ihr euch steigern und die außergewöhnlicheren Dinge zeigen.

Zeitspanne eingrenzen
Für die Erstellung eurer Welt habt ihr mit Sicherheit eine umfangreiche Historie entwickelt, mit Jahreszahlen und wichtigen Persönlichkeiten. Wenn man diese Ausarbeitungen betrachtet, ist es bestimmt ganz interessant, aber Zahlen und zu viele Persönlichkeiten, die für die eigentliche Geschichte kaum noch von Bedeutung sind, verwirren den Leser nur. Er kann sich das Meiste sowieso nicht merken. Konzentriert euch deswegen am besten nur auf die Zeit, in der die Handlung spielt. Ihr habt in der realen Welt ja auch nicht alle Fakten im Kopf, es sei denn, ihr unterrichtet Geschichte. Vermeidet also lange Abschweifungen in die Vergangenheit.

Ans Ziel ankommen
Am Ende einer Reise sollen die Protagonisten und der Leser für die anstrengende und nervenaufreibende Wanderung belohnt werden. Bereitet also ein besonderes Ende vor, damit die eigentliche Reise nicht aufregender ist, als das Ziel selbst.

Heldenreise
Eine Methode so eine Wanderung zu gestalten, ist die Heldenreise. Hierbei handelt es sich um eine Schreibgattung, die eine einfache Figur aus seiner gewohnten Umgebung gerissen, in die Welt entlassen wird und die Schwierigkeiten, die ihm begegnen, meistern muss. Nicht immer ist die Reise wörtlich gemeint, denn sie kann auch emotional stattfinden. Wer mehr über die Heldenreise erfahren möchte, kann sich diesen Wikipedia-Eintrag durchlesen.

Auf eine fröhliche Wanderung! Und möge euren Lippen immer ein fröhliches Lied entspringen.

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