Collective Notebook

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Vala Moon | 21 Oktober 2014 |

Die Collective-Notebook-Methode ist eine Variante des Brainwritings. Viele von euch machen das sicher tagtäglich, in dem sie ihre Ideen und Gedanken zu Geschichten aufschreiben. Im Gegensatz zu vielen anderen Methoden ist diese hier allerdings auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Wenn mehrere Personen zusammen daran arbeiten, sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zusammen am selben Ort und auch nicht zur selben Zeit stattfindet. Es geht hauptsächlich darum das die Teilnehmer bzw. der Autor während eines bestimmten, vorher festgelegten Zeitraumes ein Notizbuch mit sich trägt. Dieser Zeitraum kann natürlich frei gewählt werden. Ziel ist es Ideen und Gedanken zum Thema im Notizbuch zu notieren.  


Diese Methode ist sehr gut für längere Zeiträume geeignet, da so der Zeitdruck sinkt. Die Gedanken und Ideen werden direkt zum Zeitpunkt ihrer Entstehung notiert und können vielleicht sogar direkt weiter verfolgt werden, um sie zu verbessern.
Einzige Voraussetzung für diese Methode sind genügend Notizbücher und jemand der das Austeilen und Einsammeln der Bücher plant.

Auch der Ablauf ist ziemlich einfach. Es werden Personen ausgewählt, die an dieser Runde teilnehmen. Das kann natürlich nur der Autor sein oder eben auch mehrere Personen. Für euch ist es wahrscheinlich einfacher, das alleine zu machen.

Der zweite Schritt das „präparieren“ der Notizbücher. Darunter versteht man, dass die Problemstellung kurz und knapp beschrieben wird. Als Autor kennt man natürlich sein Problem, der Plot oder die Figuren. Je nachdem, was ihr schon vorher für eure Geschichte an Ideen gesammelt habt, könnt ihr natürlich auch das in das Notizbuch schreiben, zum Beispiel Charaktere, die bereits zum Großteil ausgearbeitet wurden oder bestimmte Schauplätze. Vielleicht gibt es bereits bestimmte Szenen, die unbedingt darin vorkommen müssen oder DIE eine Schlüsselszene, aus der sich die ganze Geschichte entwickelt. All das könnt, oder sollt ihr sogar, in das Buch schreiben.

Der zeitaufwendigste Teil dieser Methode ist es natürlich, die Ideen alle zu sammeln und aufzuschreiben. Hierbei sollte man darauf achten alles immer zeitnah einzutragen und sich nicht zu sehr auf eine Richtung oder Idee zu versteifen. Sinn der ganzen Übung ist es so viele Ideen und Ansätze wie möglich zu finden, um das Beste herauszuholen.

Nachdem die Frist abgelaufen ist, wird alles gesichtet und sortiert. Solltet ihr zu mehreren gearbeitet haben, werden die Ideen zusammengefasst, um gleiche oder zu ähnliche Gedanken nicht mehrfach in den Basisvorschlägen zu haben.

Zuletzt wird aus den Vorschlägen das ausgewählt, was am besten passt und gefällt. Das Lösungskonzept, in unserem Fall der Plot, wird so mehr oder weniger gebastelt. Man kann sich während der Aneinanderreihung der Ideen bereits Gedanken über die Verbindung der einzelnen Vorschläge machen.

Meiner Meinung nach der größte Vorteil dieser Technik ist die stetige Weiterentwicklung der Ideen. Man hat sie immer im Hinterkopf und die Wahrscheinlichkeit das dabei ein toller Lösungsansatz gefunden wird sehr hoch.

Der größte Nachteil ist jedoch die Motivation, denn diese kann wegen des relativ langen Zeitraums nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Jedoch sollt ihr euch davon nicht entmutigen lassen diese Technik auszuprobieren.

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