Wir haben einen Plan, wohin mit Chaos und Organisation?

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Kerstin Middley | 15 Oktober 2014 |


Wir kennen das doch alle: Hochmotiviert machen wir uns ans Schreiben eines neuen Buches: Entstauben die Computertastatur und die Maus, - bzw. Laptoptastatur und Touchpad -, wischen den Bildschirm ab und machen uns wieder einmal daran, langsam aber sicher die Seiten aufzufüllen. 
Wir freuen uns schon darauf, aber eines steht noch im Weg. Auch, wenn die Idee bereits da ist, wissen wir noch nicht genau, wie wir anfangen sollen, oder wie wir das Buch, etc. genau aufbauen.
Ich persönlich beginne gerne spontan. Auch, wenn ich bereits eine Grundidee habe, worum es geht, beginne ich, indem ich eine Worddatei öffne und Wort für Wort, Satz für Satz vor mich hin schreibe. Im Hinterkopf habe ich natürlich eine Ahnung, wo ich hin will, aber den Weg kenne ich noch nicht genau. 

Für die, die dies allerdings nicht so gut können, empfiehlt es sich daher, alle Ideen aufzuschreiben und in eine Reihenfolge zu bringen. Viele finden es so leichter, können mit gut strukturierten Plänen besser arbeiten. Allerdings ist es auch nicht gut, wenn man zu viel im Vorhinein plant. Wenn der Plan zu genau ist, ist dieser schwer umsetzbar und man fühlt sich so gebunden. 

Außerdem entwickeln sich ja sowohl Handlung, als auch sämtliche Personen. Man kann am Anfang nur einen Grundgedanken der Personen festlegen, wie sie zu bestimmten Dingen stehen, wie sie aussehen, was sie tun und wie sie sprechen. Man sollte sich allerdings nicht zu viele Gedanken über die Personen machen. Wenn man ihnen Name und Bestimmung gibt reicht das eigentlich schon. Ihre Persönlichkeit entwickelt ihr von selbst im Laufe der Zeit. 

Es gibt allerdings einen sehr großen Unterschied zwischen dem, wie viel ihr plant, und wie viel andere planen. Ihr müsst für euch selber herausfinden, wie ihr am besten arbeiten könnt. Ihr könnt euch gerne viele Meinungen einholen, werdet aber im Endeffekt diese Tipps nur soweit befolgen, wie ihr euch damit wohl fühlt. 

Ihr solltet euch auch bezüglich Handlung nicht zu viel vornehmen, macht euch Gedanken, lasst aber dann die Zeit für euch arbeiten und schreibt einfach dahin. Schreibt nicht alles bis ins kleinste Detail auf, sondern eher grundsätzliche Ideen.

Zusammenfassung:
Grobe Gedankenstränge – keine zu detaillierte Planung.
·         Es ist noch kein perfekter Planer vom Himmel gefallen.
·         Gebt nicht auf.
·         Personen benötigen nur Namen und Bestimmung – entwickeln sich dann von allein.
·         Mit der Zeit ergibt sich alles von selbst.
·         Lasst euch von niemandem sagen, ob es richtig oder falsch ist, wie viel ihr im Voraus plant! Findet euren eigenen Flow! 

Ich hoffe, meine Tipps haben euch weitergeholfen, vielleicht für blutige Anfänger noch ein aufbauender Satz:
„Macht euch keine Gedanken, ein Buch schreiben Hände und Gehirn eh quasi von allein :P“

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