BoD – Book on Demand / Print-on-Demand

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Vala Moon | 23 November 2014 |
Es gibt viele verschiedene Wege um sein Buch zu veröffentlichen. Einer davon ist Book on Demand. Die meisten werden davon bereits gehört haben, sich jedoch nicht wirklich damit beschäftigt. Mir geht es genauso und deshalb möchte ich euch heute verschiedene Portale für Book on Demand vorstellen.

Zu allererst geht es darum, was ist Book on Demand überhaupt?
Book on Demand basiert auf der Digitaldrucktechnik, hierbei wird ein digitaler Datensatz erstellt, aus dem man unmittelbar nach der Bestellung das Buch druckt. Es ist so möglich, ein einzelnes Buch zu drucken. Durch dieses Verfahren bekommen besonders nicht-professionelle Autoren eine Möglichkeit geboten, um ihr Buch kostengünstig selbst zu veröffentlichen.

Wichtig ist hierbei auch noch zu beachten, dass BoD-Anbieter keinerlei Hilfeleistungen bei Layout, Korrektur oder Ähnlichem bietet. Der Autor ist selbst dafür zuständig, dass sein „fertiges“ Buch für den Anbieter auch wirklich fertig ist. Denn es wird genauso gedruckt, wie der Autor es vorlegt. Für Fehler haftet sozusagen der Autor. Wie der Name „Book on Demand“ schon sagt, wird keine bestimmte Auflage gedruckt, sondern erst dann, wenn ein Leser das Buch auch wirklich bestellt.

Ein weiterer Punkt der bei Book on Demand auf den Autoren zurückfällt ist das Marketing und der Vertrieb. Der Autor muss selbst Werbung machen und das Buch möglichen Kunden vorstellen. Viele Anbieter vergeben ISBN-Nummern und tragen die Bücher ins VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) ein. Damit endet aber auch schon die „Marketing“-Arbeit der BoD-Anbieter. Nun liegt es am Autor, sein Werk zu vermarkten.

Hinter BoD steht die Idee, Ressourcen zu schonen und vielleicht sogar zu schützen. Es werden nicht Unmengen von Büchern auf einmal gedruckt, sondern nur genau so viel wie verlangt werden. Viele Kritiker sind jedoch der Meinung, BoD fördert eine Überflutung des Marktes mit Werken, die auf herkömmlichem Wege keine Chance gehabt hätten und so auch nicht zur Literatur zählen sollten.

Die Kosten beim BoD-Verfahren können je nach Anbieter zwischen 400 und 1500 Euro bei einer Auflage zwischen 50 und 100 Büchern liegen. Allein hier wird deutlich, dass das höhere Honorar auch mehr Leistung vom Autor verlangt. Es wird schnell klar, dass BoD nur etwas für Autoren ist, die bereit sind sehr viel mehr Arbeit in ihr Werk zu stecken als sie erwartet haben und die Fähigkeit und Ausdauer besitzen ihr Buch so zu vermarkten, dass es tatsächlich bekannt wird.

Sinnvoll ist es, sich den Internetauftritt der Anbieter anzusehen. Wie sieht es mit der Kontaktaufnahme aus? Wie werden die Bücher auf der Website präsentiert? Denn für BoD-Autoren ist das Internet die wichtigste und hauptsächliche Vertriebsart. Bei vielen Anbietern gibt es die Möglichkeit Broschüren oder Informationsmaterial zu bestellen. Manchmal reicht es auch, einfach eine E-Mail zu schreiben. Wichtig ist es auch, auf eventuell zusätzliche Kosten zu achten. Wie fast immer ist es besonders wichtig die Anbieter zu vergleichen, um das beste Angebot herauszufiltern. Zum Schluss möchte sind hier noch ein paar BoD-Anbieter:

(1) Shaker Media
beschreibt sich selbst als innovatives Medienunternehmen, welches in enger Zusammenarbeit mit den Autoren Bücher und elektronische Publikation veröffentlicht und diese international über den Buchhandel und die eigenen Internet-Bookshops vertreibt. 

(2) Engelsdorfer Verlag
bezeichnet sich als herkömmlicher Verlag. Die Bücher werden sowohl im Haus mit Digitaldruck als auch außer Haus im Offsetdruck hergestellt. 

(3) Book on Demand
wollen den Autoren auf dem Weg der Veröffentlichung und bei der Vermarktung des Werkes unterstützen.

(4) Epubli
ist ein schnell wachsendes Jungunternehmen, das Autoren die Möglichkeit bietet ihre Bücher unabhängig zu veröffentlichen und weltweit zu verkaufen, sowohl gedruckt als auch als eBook.

Wie stehst du zum Thema BoD? Hast du vielleicht schon Erfahrungen mit einem der Portale gemacht?

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