Marketing für Self-Publisher

´
Unknown | 04 März 2015 |
Selfpublisher haben das Glück, alles selbst bestimmen zu können. Sie haben die Freiheiten über die Handlung ihrer Geschichte, sie entscheiden, wie ihr Cover aussieht, wie ihr Buchtitel heißt und in welchen Formaten und für welchen Preis der Roman erscheint. Doch Selfpublisher haben auch das Problem, dass sie ihr Produkt der Welt näherbringen müssen und das meist ohne Erfahrung im Marketingbereich.

Man kann auf vielen Wegen Werbung machen, doch die meisten sind teuer und für einen Selfpublisher nicht tragbar, vor allem nachdem der Autor schon das Lektorar, den Grafiker oder die Druckerei bezahlt hat. Es gibt kostengünstiges Marketing, wie Lesezeichen und Postkarten, aber darauf gehe ich in dem heutigen Beitrag nicht ein. Mehr will ich einen kleinen Überblick über das Social-Media-Marketing geben. Es gibt sehr viel zu sagen, denn das Gebiet ist so umfangreich. Deswegen werde ich hier nur eine kleine Skizze liefern. Auf einige bestimmte Bereiche werde ich in den nächsten Beiträgen genauer eingehen und nach meiner Erfahrung auch das eine oder andere updaten. Falls ihr bestimmte Fragen habt, stellt sie ruhig in den Kommentaren, unser Team will wissen, auf welches Thema wir gesondert eingehen sollen.

Viele Möglichkeiten

Wenn ich von Social Media spreche, meine ich nicht nur Facebook. In den letzten paar Jahren sind so viele Portale entstanden, die wir unmöglich alle effektiv nutzen können. Die bekanntesten sind neben Facebook natürlich Twitter, Google+, Youtube, XING, Pinterest und Instagram. Wen es interessiert, welche Seiten es noch gibt, kann die wundervolle Social-Media-Map zur Rate ziehen.

Welches Social-Mecia-Kanal passt zu mir?

Das große Angebot hat den Nachteil, dass sie dem Autor viel Zeit wegnimmt und derjenige nicht mehr das macht, was er eigentlich will - schreiben. Oft ist es so, dass die Anmeldung auf so vielen Portalen erfolgt, dass jedes nur oberflächlich bedient wird und gar keinen werblichen Effekt erzielt. Keinen Erfolg zu haben, führt zu Stress, Zeitmangel, Frust  und zu Schreibblockaden.

Es ist also sinnvoller, erst ein Kanal auszuprobieren und sich dort einzuleben und dann einen weiteren hinzufügen. Eine andere Möglichkeit wäre, sich in mehreren anzumelden und erst einmal zu erkundschaften, welches Portal einem besser zusagt und seine Konzentration darauf zu lenken. Wichtig ist, dass das Medium zu einem persönlich passt. Viele schwören auf XING, andere schreckt die Seriosität ab, andere sind dafür lieber auf Youtube, wobei viele sich gar nicht vorstellen können, vor die Kamera zu treten.

Kreativität ist alles

Interessant, welche Aktionen, die Kollegen machen, da kann man das doch gleich nachmachen. Aber was bei dem Autoren A funktioniert, verpufft beim Autor B vielleicht. Es reicht nicht mehr aus, einfach einen Link zu Amazon zu posten. Heute ist Kreativität gefragt.

Seht euer Marketing als die Fortsetzungsgeschichte eures Romans an. Lange habt ihr daran geschrieben, daran gefeilt, es als euer Baby betitelt. Selbstverständlich reicht ein einfacher Link zum Buchkauf nicht aus. Denkt euch lieber aus, wie ihr dem potentiellen Leser eure Geschichte schmackhaft machen könnt. Dabei versetzt euch in die Rolle des Lesers. Wie müsste die Werbung aussehen, damit ihr selbst ein Buch kauft? Je einzigartiger die Idee ist, desto mehr zieht sie Aufmerksamkeit auf sich. Lasst aber dabei die Zielgruppe nicht aus den Augen. Es muss auch zu eurem Buch passen. Wer die 50 Shades of Grey Welle mitnehmen will, sollte damit kein SciFi bewerben.

In einem späteren Beitrag stelle ich ein paar kreative Werbeaktionen vor, die mir im Laufe der letzten Jahren begegnet sind und die ich zum Beispiel selbst durchgeführt habe.

Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Das Buch ist das Produkt, also steht es im Vordergrund. Zumindest denken das viele. Das stimmt auch. Allerdings fühlen sich die Leser mehr mit dem Buch verbunden, wenn es sie in den Mittelpunkt rückt. Niemand mag ein Buch, das von sich selbst behauptet, es sei toll. Sie stehen mehr auf Bücher, die sagen, wie toll die Leser sind, oder wie gerne sie sie in ein Abenteuer entführen würden, wie sehr sie sie verführen möchten, oder wie heftig sie sie erschrecken werden.

Der Leser soll das Gefühl bekommen, das Buch unbedingt haben zu wollen, weil es ihm etwas versprochen hat, das er mit dem Kauf nun einfordert. Sprecht den potentiellen Käufer also mit eurer Werbung an und lasst ihn euch etwas über sich selbst erzählen.

Gruppen, Listen und Veranstaltungen

Die meisten Social-Media-Portale haben die Möglichkeit, sich in Gruppen anzuschließen, Veranstaltungen zu erstellen, oder sich in Listen eintragen zu lassen. Nutzt das, aber vergesst auch nicht, dass Aktivität erwünscht ist. Wie viele Gruppen traut ihr euch zeitlich zu? Es bringt nichts, in hundert Gruppen zu sein, wenn man euch dort nie sieht und ihr gelegentlich Buchwerbung abladen könnt. Wer aktiv ist, bleibt in Erinnerung, viele User vertrauen euch und klicken eher auf eure Werbung, als auf die eines Fremden. Und hier wieder der Hinweis: Meldet euch nur dort an, wo ihr euch wohl fühlt.

Plakative Bilder

Menschen sind optisch geprägt. Große Bilder fallen mehr auf, als ein Text. Wenn ihr Aufmerksamkeit wollt, vermeidet Werbung nur mit Text. Inzwischen gibt es auch kostengünstige, bzw. kostenlose Bilddatenbanken, in denen ihr ein Foto für eure Zwecke finden könnt. Zum Beispiel pixabay und unsplash. Achtet darauf, dass ihr immer die Bildquelle nennt.


Reichweite

Auch wenn ich mich in diesem Text nicht auf eine einzige Social-Media-Platform beschränken wollte, möchte ich ein paar Worte zu der Reichweite auf Facebook verlieren. Sie ist stark gedrosselt worden, das bedeutet, nicht jeder Daumen auf der Autorenseite, sieht auch das, was man postet. Das löst bei vielen einen regelrechten Postdrang aus. Wenn früher ein Post pro Woche ausreichte, reicht nicht einmal mehr für einen Tag und so werden die Liker mit Nachrichten bombardiert, weil sie sonst nichts sehen. Das führt nicht nur zu Frust bei dem Autor selbst, sondern auch bei seinen Fans.

Es ist also wichtig, ein wenig umzudenken. Bevor man seine gesamte Energie in Facebook steckt, ist ein Wechsel auf andere Portale vielleicht das Richtige, oder man lernt Facebook besser kennen und tappt nicht in die Fallen, die es stellt. Hier ein interessanter Artikel, wie Facebook filtert.

Das war ein kurzer Überblick über einige Möglichkeiten für kostenlose Werbung im Social-Media-Bereich. Meine Liste mit den vertiefenden Beiträgen ist lang, aber mich interessiert trotzdem, was euch im Moment am meisten interessiert. Hinterlasst einen Kommentar, oder schreibt in der Facebook-Gruppe eure Wünsche.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen