Das Ziel vor Augen

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Cleo Johnson | 03 April 2015 |

AutorIn sein. Dazu gehört viel: Eine Idee, die sich hartnäckig in deinem Kopf hält, ein Thema, von dem du begeistert bist, tiefgründige Charaktere und ein spannender Plot. Ebenso wichtig für die Geschichte bist DU, der Autor bzw. die Autorin, denn eines ist klar, ohne DICH würde die Geschichte gar nicht existieren und zum Leben erwachen. Deshalb möchten wir heute den Protagonisten einer ganz besonderen Geschichte kennen lernen: DICH, lieber Autor, liebe Autorin. Mit unserem kleinem Leitfaden möchten wir dir dabei helfen, dich als SchriftstellerIn besser kennen zu lernen, deine Vorlieben, deine Ziele, die Dinge, die dich antreiben.

EIN KLEINER LEITFADEN, DEN AUTOR IN DIR KENNEN ZU LERNEN: 

1. Was liest du am liebsten? Denn, was du am liebsten liest, wirst du vermutlich auch am liebsten schreiben. Was gefällt dir an deinem Lieblingsgenre am meisten? Was nicht? Du kannst ruhig bis ins kleine Detail gehen, es hilft dir möglicherweise beim Schreiben der eigenen Geschichten und bringt die ein oder andere Idee zu Tage. Nimm dir eine oder zwei Stellen aus Büchern heraus, die dir besonders gut gefallen haben, und notiere dir, was daran genau dir gefallen hat. Oder warum liest du lieber Kurzgeschichten statt Romanen oder Gedichten? Was reizt dich an dieser Literaturform?

2. Warum schreibst du? Deine Motivation ist für dich am wichtigsten. Was war dein Beweggrund überhaupt mit dem Schreiben anzufangen? Notiere dir diesen Grund ruhig auf ein Blatt Papier und hänge es gut sichtbar auf. Künstler leiden nicht selten an Selbstzweifel und es tut sich daran zu erinnern, warum mit diesem Projekt überhaupt angefangen hat. Nicht ohne Grund legen sich viele Menschen ein Lebensmotto zu, hängen Plakate mit diesem Motto in den Hausflur und lassen es sich sogar tätowieren.

3. Wie viel schreibst du? Hand aufs Herz, wie viele Minuten, Stunden, Wörter schreibst du am Tag oder in der Woche? Wie viel Zeit verwendest du auf das wirkliche Schreiben, wie viel auf das Planen und Ideen sammeln? Nimm dir einen Tag aus der vergangenen Woche oder auch gestern und notiere dir einmal möglichst genau, was du am Tag gemacht hast und wie viel Zeit du darauf verwendet hast. Wo kannst du vielleicht ein wenig Zeit freischaufeln um mehr Zeit zum Schreiben zu haben?

4. Was sind deine Ziele? Frage dich einmal, welche Ziele du als Schriftsteller bzw. Schriftstellerin verfolgst. Diese Ziele können auch direkt oder indirekt mit deiner Motivation zusammen hängen. Notiere dir die 3 Ziele, die dir am wichtigsten sind. 

5. Wo siehst du dich in 5 Jahren? In Bezug auf das Autorenleben, wo möchtest du selbst in 5 Jahren stehen und was kannst du aktiv tun, um diesen Punkt und deine Ziele zu erreichen. Und was kannst du konkret schon im nächsten Monat und im nächsten Jahr tun, um deinen Zielen näher zu kommen?

Über die Wichtigkeit von Zielen und Belohnungen:
Warum sollte ich mir Ziele für meinen Schreiballtag setzen? Nun dafür gibt es viele praktische Gründe: Ziele geben Kraft zum Anfangen, sie motivieren, wenn man einen Durchhänger hat, sie schaffen Prioritäten und helfen, dabei Entscheidungen zu treffen. Ziele machen deinen Erfolg erst messbar und - vielleicht das Wichtigste - Ziele lösen ein Gefühl aus: Vorfreude. Wer freut sich nicht, eine Hürde erfolgreich gemeistert zu haben. So macht, das Schreiben umso mehr Spaß - besonders wenn du zusätzlich mit Belohnungen arbeitest, z.B. "Wenn ich diese Woche jeden Tag 500 Wörter schreibe, gönne ich mir einen kuschligen Tag mit Kakao und der Lieblingsserie" oder "Wenn ich die nächsten 10.000 Wörter geknackt habe, plünder ich mein Konto und gehe Shoppen". 

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