Inspiration zum Schreiben| Gib dem Anfang ein Ende

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Isabell Dieckmann | 30 Mai 2015 | 1 Kommentar
Um eure kreativen Säfte ein wenig anzuregen, bekommt ihr dieses Mal ein paar Satzanfänge. Lasst euch einfach von eurer Fantasie leiten und schaut, wo sie euch hinführt. 

Es war wieder einer jener Abende, an denen die Ratten in den Straßen singen, als…

Daran würde sie noch denken, wenn…

Wieder einmal war es Zeit für die alljährliche Musenkonferenz…

Als er da so leblos vor mir lag …

Bevor ich mir meine Bratpfanne nahm und auf Mottenjagd ging…


Schreibt uns doch eure abenteuerlichen, fantasievollen, abstrusen, unheimlichen oder wie auch immer gearteten Ergänzungen in die Kommentare – wir freuen uns schon darauf.

Texte bearbeiten - Teil 1: Triage Editing

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Cleo Johnson | 27 Mai 2015 | Kommentieren

Ich plotte für mein Leben gern. Doch obwohl ich meine Texte detailliert plane, bevor ich mit dem ersten Entwurf beginne, fällt mir während dem Schreiben noch Vieles ein. Neue Ideen, die meist besser sind als die alten, und gerne improvisiere ich auch mal ganze Szenen. Der erste Entwurf wird so schnell zu einem Flickenteppich, in dem kein Kapitel mehr zum anderen passt. 

Die meisten Dinge, die nicht mehr zusammenpassen, sind nicht entscheidend, sondern viele kleine Details, die hier und da die Spannung erhöhen, einen Konflikt auf die Spitze treiben oder etwas anschaulicher machen. Das kann so natürlich nicht bleiben. Der Leser erwartet zurecht eine Geschichte, in der Informationen logisch aufeinander aufbauen, Figuren sich nicht sprunghaft oder ohne erkennbare Motivation verändern. Der Text braucht Überarbeitung! 

Recherche? Wieso, ich schreibe Fantasy!

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Kerstin Mitterer | 25 Mai 2015 | Kommentieren

A: „Hey, ich habe mir deinen Text durchgelesen und finde die Stelle im Absatz vier Auf Seite sechs unlogisch, könntest du mir erklären, wie das funktionieren soll?“
B: „Ich schreibe Fantasy, da ergibt nun mal nicht alles einen Sinn!"


Kommt euch dieser letzte Satz bekannt vor? Habt ihr ihn schon mal von jemandem gehört, oder ihn sogar selbst schon einmal benutzt? In Schreibforen und Blogs wird dieses Thema immer wieder diskutiert, aber man stößt kaum auf eindeutige Antworten. Die Frage aller Fragen lautet: Bis zu welchem Grad lässt sich bei Fantasy improvisieren, und wann muss man recherchieren? 

Kolumne | Orkhexer, Drachen, Götter und das alte Problem mit dem Fokus

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Hekabe OhneName | 22 Mai 2015 | Kommentieren


Rumms.
Mein Kopf knallt auf die Tischplatte, nur knapp am Laptop vorbei, während ich ein genervtes „Hrmpf… argh!“ vor mich hin murmle. Auf dem Bildschirm flimmert mir vorwurfsvoll ein leeres Textfeld der Notizbuchsoftware meiner Wahl entgegen als wollte nun schon selbst das Programm fragen, warum ich mir das eigentlich antue.

8 Tipps zum Korrekturlesen

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Cleo Johnson | 20 Mai 2015 | Kommentieren

Früher oder später kommt für jeden der Moment, an dem die schöne Zeit des Schreibens vorbei ist und die Überarbeitung des Textes beginnt. Nicht jeder macht in dieser Phase einen Luftsprung. Die Überarbeitung kann mühsam und anstrengend sein, denn wer seine Leser nicht verärgern will, muss darauf achten, dass sein Werk lesbar ist. Hier sind meine liebsten Tipps, wie das Korrigieren eigner Texte, einem ein wenig leichter von der Hand geht:

1. Ruhen lassen
Leg dein Manuskript zur Seite! Wie lange? Lange genug. Einen guten Tipp, wie lange du deine Geschichte ruhen lassen solltest, habe ich leider nicht auf Lager. Es können einige Tage, Wochen oder gar Monate sein. Da muss sich der Autor ganz auf sein Bauchgefühl verlassen. Ich für meinen Teil werde, je länger ich an einer Geschichte arbeite, betriebsblind. Da ist es nur gut, ein wenig Abstand zu gewinnen, um den Blick für die Korrektur wieder zu schärfen.

Motivation zum Schreiben finden

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Cleo Johnson | 18 Mai 2015 | 1 Kommentar

Ich will ja schreiben, aber ehrlich gesagt fehlt es mir gerade an Lust und Motivation. Die Geschichte ist in meinem Kopf praktisch fertig geschrieben. Ich habe Szenen vor Augen, Dialoge im Ohr und kann es kaum erwarten, das Finale zu schreiben. Aber es geht nicht. 

Es geht einfach nicht!

Also sitze ich vorm Computer, chatte auf Facebook, lese über die neusten Remakes aus Hollywood, halte nach Büchern Ausschau und verplempere meine Zeit. 

RPG - ein netter Zeitvertreib oder nützliche Hilfe für Autoren?

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Unknown | 15 Mai 2015 | 1 Kommentar

Ich habe nicht nur den einen Charakter, den alle kennen. Ich kann zaubern, Hochleistungssport treiben, bin ein Genie, ein Schurke und eine Prinzessin, die einen Drachen erlegt den sie zuvor liebevoll aufgezogen hat. Ein Rollenspiel ermöglicht all das und noch viel mehr.

Der Wunsch, sich in eine andere Rolle zu versetzen, auch wenn es nur für einen Tag, für eine Stunde ist, steckt seit der Kindheitstagen in uns. Wir haben die beliebten Kinderspiele Cowboy und Indianer, Vater-Mutter-Kind und Einkaufsladen gespielt haben. Dann haben wir uns zu Fasching verkleidet, und jemand anderes sein, wollen wir sowieso gelegentlich. Rollenspiele ermöglichen uns nicht nur anders zu sein, sondern unsere Eigenschaften auszuspielen, die wir sonst nie an den Tag legen, weil wir nicht mutig, nicht albern oder nicht flexibel genug sind.

Schreibübung | Beobachten & Zuhören

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Isabell Dieckmann | 15 Mai 2015 | Kommentieren

Jeder Mensch geht durchs Leben und nimmt seine Umgebung wahr, doch als Schriftsteller braucht es ein wenig mehr. Man sieht nicht nur, sondern nimmt bewusst wahr und beobachtet. Man hört nicht nur, sondern hört zu. Was man erlebt hat, kann man den Leser nachempfinden lassen, um eine nur umso realistischere Leseerfahrung zu bieten. Und mit den gesammelten Eindrücken, verleiht man der Geschichte Tiefe. 

Es ist wie bei einem Uhrwerk, in dem selbst die kleinsten Zahnräder und Federn ihren Platz haben und ineinander greifen. Je mehr Teile man einsetzt, umso komplexer und schöner wird das Werk, denn genau diese kleinen Teile machen eine Geschichte lebendig.


Wie fühlt sich der Wind auf deiner Haut an? Wonach riecht frisch gemähtes Gras und wie riecht ein Sommertag in der Großstadt? Wie hören sich Feuerwerk und Sirenen an, und wie ein Schwarm zwitschernder Schwalben? Wie unterscheidet sich der Gang eines Zehnjährigen von dem eines Vierzigjährigen?

Man sammelt Ideen, die durch alle gemachten Beobachtungen entstehen, durch Dinge, die man erlebt. Jede Erfahrung bietet die Möglichkeit, Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Und jeder Moment birgt das Potential für neue Ideen. Wie also seine Umgebung bewusster wahrnehmen?


Übung 1:
Suche dir eine Farbe aus. Dann geh spazieren und achte dabei auf diese Farbe. Wo kommt sie vor? Was hat diese Farbe? Welche Besonderheiten hat es? Mach dir Notizen dazu. Wenn du wieder zu Hause bist, beschreibe die Dinge von deinem Spaziergang so lebendig wie möglich in einem kurzen Paragraphen.

Übung 2:
Gehe an einen öffentlichen Ort - in einen Park, die Bibliothek, dein Lieblingscafé - und notiere deine Beobachtungen. Behalte die Menschen im Auge. Können sie Charaktere in deinem nächsten Buch werden? Übe schnelle, dezente Beobachtungen, die Frisur, Kleidung, Schuhe, Schmuck, Gang und Ausdruck enthalten, zu machen. Pick dir einige Leute heraus. Was macht sie so besonders? Wie reden, trinken, sprechen sie? Wie verhalten sie sich?


Übung 3:
Schaue dir die Umgebung genau an, wenn du unterwegs bist. Könnte hier eine Szene deines Romans spielen? Was sticht an diesem Ort hervor? Benutze alle Sinne: Was fällt ins Auge? Wonach riecht es? Was hörst du? Was kannst du fühlen? Und was schmecken? Wie ist die Atmosphäre? Wie bewegen sich die Menschen an diesem Ort?

Übung 4:
Wenn du einmal nicht aus dem Haus kommst, versuche einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Wie würde ein Fremder die gewohnte Umgebung wahrnehmen?

Übung 5:
Setze dich an einen belebten Ort. Es kann ein Café, ein Bus, ein Park, die Uni sein. Hierbei geht es ums Zuhören. Picke dir ein Gespräch heraus und schreibe Stichpunkte mit. Vielleicht Satzfragmente, einzelne Worte, Sätze. Um was ging es? Wie unterscheiden sich die Gespräche zweier 14 Jahre alter Mädchen von dem einer jungen Frau in den Zwanzigern am Handy? Welche Wörter benutzen sie? Wie unterscheidet sich das Vokabular? Die Satzstruktur? Wie ist dabei ihre Körpersprache? Gibt es Unterschiede im Wortschatz beider Geschlechter?



Hier nochmal die drei Punkte im Überblick:
  • Wortwahl: Werden Worte benutzt, die nicht deinem Vokabular entsprechen? Welche Worte werden häufig benutzt?
  • Satzstruktur: Sprechen sie schnell? Langsam? Spezifische Satzstrukturen, die sich wiederholen?
  • Körpersprache: Beobachte, wie sie sich bewegen. Wohin gehen ihre Blicke? Was tun ihre Hände? Ihre Füße? Bewegen sie sich viel oder sitzen sie still?


Übung 6:
Wenn du das nächste Mal isst, mache dir nebenbei Notizen. Wie schmeckt scharf? Wie schmeckt süß? Fettig? Sauer? Welche Gewürze kannst du rausschmecken? Versuche auch ruhig anderer Länder Küche zu probieren. Welche Sinne werden neben dem Geschmack angesprochen? Wie riecht das Essen? Isst du es mit den Händen? Wie ist seine Textur auf der Zunge? Wann würden deine Charaktere das essen? Zum Überleben? Zu Hause mit seiner Großmutter? Kann es eine Metapher sein? Du kannst eine Szene schreiben, in der dein Charakter ein ähnliches Essen zu sich nimmt.


Gehe zurück an deinen Schreibtisch und sieh deine Beobachtungen durch. Welche kannst du benutzen? Welche setzt du auf eine Warteliste? Welche fallen ganz raus?

Wichtig ist, Ausschau nach dem Ungewöhnlichen zu halten und alle Sinne zu benutzen. Man sammelt Bilder, Szenen, die man dann mit Worten aufs Papier bringen kann.

Viel Spaß beim Schreiben!

Wie immer sind wir neugierig auf deine Erfahrungen mit dieser Übung und welche ungewöhnlichen Situationen du beobachtest. Erzähl uns gerne davon!

Das Geheimnis wirklich spannender Szenen: Spät rein, früh raus

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Thomas Williams | 13 Mai 2015 | Kommentieren


„Fenster und Türen verschlossen. Ich habe Vorräte gesammelt und das Telefon ausgestöpselt. Niemand wird mich heute Nacht stören. Ich bin ganz alleine und kann meinen Plänen nachgehen. So habe ich es gewollt.“

Vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen. Viele Bücher und Filme beginnen mitten in einer Szene und diese endet meistens in einem Konflikt. Das erste Opfer fällt dem Täter in die Hände. Der Held bekommt einen wichtigen Anruf, der ihn ins Geschehen holt. Hierbei geizen wir noch mit Informationen, um schnell vorwärts zu kommen, denn das Tempo nimmt den Leser sofort gefangen. Er will wissen, wie es weiter geht.

Entkommt das Opfer später noch oder wird seine Leiche gefunden? Was hat es mit dem Anruf auf sich, der den Helden so entsetzt?

Handlung & Plot | Die 7-Punkte-Struktur

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Patricia Bellasie | 11 Mai 2015 | Kommentieren


Schreiben ist einfach. Das Einzige, was man braucht, ist eine (gute) Idee und eine Portion an Kreativität.

Das, was die wirkliche Herausforderung darstellt, ist die Planung. Die Geschichte soll den Leser fesseln – also spannend bleiben. Wie kriegt man das hin? Die Antwort: Indem man auf bewährte Methoden zurückgreift. Eine solche Unterstützung findest du zum Beispiel in der 7-Punkte-Struktur, die ich dir heute vorstellen möchte.

Inspiration zum Schreiben | In der Kürze ...

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Isabell Dieckmann | 08 Mai 2015 | Kommentieren

... liegt die Würze. Denkt man ans Schreiben, kommen einem zuerst Bücher in den Sinn, vielleicht sogar ganze Reihen. Das möchte ich dieses Mal einmal umkehren. Die Prompts haben ein Wortlimit. Ich versuche mich gern an solchen Kürzestgeschichten, um mich herauszufordern.

1. Prompt
Das Boot auf dem Berggipfel. Warum ist es dort? Wie kam es dahin? Wie sieht es aus? Schreibe maximal 100 Wörter, die das Geheimnis lüften.

Heute schon gezwitschert? - Twitter-anleitung für Autoren

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Kerstin Middley | 06 Mai 2015 | Kommentieren

Das Internet als Werbe- und Kommunikationsmittel ist aus der heutigen Gesellschaft gar nicht mehr wegzudenken. Gerade hier ist es für Autoren wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzuentwickeln, um mehr Publikum zu erreichen. Eine wichtige Werbe- und Austauschplattform in den USA ist Twitter. Twitter.com ist eine Seite, auf der man einen Account erstellt und täglich bis zu 1000 sogenannte Tweets in die Welt hinaus schicken kann. Das Wort Twitter bedeutet aus dem Englischen Gezwitscher, bei den sogenannten Tweets handelt es sich um Textbeiträge, auf 140 Zeichen begrenzt, die angemeldete Nutzer erstellen können.

Der Schurke klärt seinen teuflischen Plan auf und geht es auch spannender?

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Sabrina S. | 04 Mai 2015 | 1 Kommentar

Und wie das geht! Aber fangen wir doch erst mal am Anfang an. Suchen wir also Gründe dafür, warum die Bösewichte so redselig sind. Denn genau wie es Ursachen für ihr Handeln gibt, existiert der ein oder andere Anreiz dafür, ihre Pläne offen zu legen.

Hintergründe für die große Enthüllung:
Der Hauptgrund, warum der Schurke in einer Geschichte so gerne über seine Strategien plaudert, ist ziemlich klar ersichtlich: Der Autor will dem Leser verdeutlichen, was der Antagonist vorhat. Wenn seine Handlungen nicht nachvollziehbar sind, erscheint der Böse eindimensional. Das muss natürlich vermieden werden, und da Dialoge die beste Art zum „Show don’t tell“ sind, werden die Antagonisten dazu auserkoren, alles zu offenbaren. Oft bevor überhaupt der erste Schritt in diese Richtung getan wurde. Und dann auch noch vor ihren Feinden. Nicht sehr klug, oder?

Schreibübung | Wie aufmerksames Lesen und Reflektieren beim Schreiben hilft

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Isabell Dieckmann | 01 Mai 2015 | Kommentieren

Durch nichts lernt man mehr über das Schreiben als durchs Lesen, abgesehen vom Schreiben und dem Überarbeiten von Texten. Natürlich sind Bücher zum Handwerk sehr nützlich, aber in Romanen, Kurzgeschichten und Gedichten sieht man, wie die Theorie angewendet wird.

Regelmäßiges Schreiben verbessert deine Schreibfähigkeit, aber wenn du dir Zeit nimmst, noch einmal über das Gelesene nachzudenken und deine Gedanken zu formulieren, beschleunigt das den Lernprozess.

Sei es nun der neueste Thriller, ein Gedicht aus dem Jahr 1772 oder dein letztes Kapitel vom NaNoWriMo, man lernt aus allem. Man wird sich der Stärken und Schwächen des Textes bewusst, analysiert den Aufbau und die Figuren. Und mir hilft es dabei immer, meine Gedanken zum Text zu notieren. Sei es, nachdem ich das Buch zugeklappt habe oder schon während des Lesens. Wie es beliebt.