Heute schon gezwitschert? - Twitter-anleitung für Autoren

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Kerstin Middley | 06 Mai 2015 |

Das Internet als Werbe- und Kommunikationsmittel ist aus der heutigen Gesellschaft gar nicht mehr wegzudenken. Gerade hier ist es für Autoren wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzuentwickeln, um mehr Publikum zu erreichen. Eine wichtige Werbe- und Austauschplattform in den USA ist Twitter. Twitter.com ist eine Seite, auf der man einen Account erstellt und täglich bis zu 1000 sogenannte Tweets in die Welt hinaus schicken kann. Das Wort Twitter bedeutet aus dem Englischen Gezwitscher, bei den sogenannten Tweets handelt es sich um Textbeiträge, auf 140 Zeichen begrenzt, die angemeldete Nutzer erstellen können.

Die Ersten Schritte: Die Anmeldung
Um Auf Twitter aktiv zu werden, muss man sich erst einmal registrieren. Für die Anmeldung werden lediglich zwei Angaben benötigt, die noch von keinem anderen Nutzer verwendet werden dürfen: Eine E-Mail-Adresse und ein Nutzername. Natürlich ist typisch für Soziale Netzwerke ein Passwort erforderlich. Hat man sich dann angemeldet, gelangt man erstmals zu seinem Profil und kann dieses bearbeiten: Profilbild, ein Banner, Hintergründe, Schriftfarben.

Das zentrale Ziel: Tweets
Das besondere an den sogenannten Tweets ist, dass sie, sobald sie veröffentlicht sind, nicht nur für Twitter-Nutzer, sondern auch für unangemeldete Leser sichtbar sind. Grundsätzlich werden Tweets aber in erster Linie den Followern eines Nutzers gezeigt. Ein kleiner Nachteil für Autoren ist eventuell, dass die Länge eines Tweets nie mehr als 140 Zeichen betragen darf, wobei für Leerzeichen und Emojis ein einzelnes Zeichen, für ausgeschriebene Smilies, wie „:)“ mehr Zeichen gerechnet werden, je nach Anzahl der Zeichen, die man verwendet hat.

Was man mit den Tweets macht:
Handelt es sich um die eigenen Tweets, kann man nicht viel damit anstellen, außer sie zu veröffentlichen, für die Tweets und sich selbst zu werben. Sieht ein anderer jedoch deinen Tweet, kann er diesen
  • Favorisieren (= das Ambivalent zu Liken auf Facebook),
  • Retweeten (= auf seiner eigenen Nutzerseite unter deinem Namen stellen, was deine Reichweite erhöht, da dieser Tweet dann auch für die Follower des Anderen sichtbar ist),
  • Zitieren (= hat die selbe Bedeutung wie Retweeten, jedoch kann der Nutzer, der den fremden Tweet zitiert noch die eigene Meinung dazu schreiben, ohne natürlich insgesamt 140 Zeichen zu überschreiten).

Jemandes Aktivität verfolgen:
Will man zukünftig über Beiträge anderer Nutzer auf dem Laufenden gehalten werden, kann man ihnen „folgen“. So abonniert man den Nutzer entsprechend und dessen Tweets werden daraufhin in der eigenen Timeline angezeigt. Ein Nutzer, der einem anderen folgt, wird als „Follower“ (von englisch follow ‚folgen‘) bezeichnet.

#Hashtags:
Mittlerweile dürften Hashtags nicht mehr nur von Twitter bekannt sein, es gibt sie inzwischen schon auf sehr vielen anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram – das Original stammt jedoch von Twitter, was bei sehr vielen Twitter-Usern für Aufruhr sorgt. Ein Hashtag, wie z. B. #SchreibnachtMagazin ist ein Begriff in Form eines Tags (=einer Markierung), welcher ein Wort oder eine Zeichenkette in einem Tweet hervorhebt. Das Doppelkreuz, das man vor diese Wörter oder Wortketten hängt bedeutet im Englischen Hash, so setzt sich die Bezeichnung Hashtag zusammen. Sofern sie nicht durch Leer- oder Satzzeichen getrennt werden, werden sämtliche Begriffe, die hinter einem Doppelkreuz stehen, als Hashtag interpretiert.

Trends:
Durch Hashtags und normale Tags ist es möglich, ein Wort, oder ein bestimmtes Ding zu trenden. In der linken Spalte der Timeline gibt es immer eine Trend-Liste, die die gerade meist-getweeteten Hashtags und andere Begriffe zeigt. Diese Tweets haben eine sehr große Reichweite, für Anfänger ist es aber fast unmöglich, es selbst mit einem Wort auf die Trendliste zu schaffen. Man kann jedoch sehen, was in der Welt gerade so los ist.

„Geheime Nachrichten“
Wer jetzt denkt: „Oh Gott, alles, was ich auf Twitter mache, kann alle Welt sehen“, ich kann euch beruhigen, auch auf Twitter gibt es die Möglichkeit, Direktnachrichten an bestimmte Nutzer zu verschicken. Diese kann man allerdings nur verschicken, wenn man sich gegenseitig folgt.

Das kleine Blaue Häkchen:
Vielleicht ist es ja schon manchen aufgefallen… auf einigen Facebook-Seiten sind neben dem Nutzernamen kleine blaue Wölkchen mit einem Häkchen abgebildet. Diese stammen wie die Hashtags von Twitter und bedeuten, dass es sich bei zB. Schauspielern, auch Tatsächlich um diese Personen handelt. Sehr viele Menschen erstellen nämlich Fake-Accounts und es ist unter all diesen Nachahmern oft nicht leicht, das Original herauszufiltern.

Twitter als App:
Seit einiger Zeit ist Twitter für so gut wie alle Handytreiber auch als Mobile App erhältlich. Man kann Benachrichtigungen für bestimmte Nutzer einstellen, und bekommt dann jedes mal ein Pop-Up auf dem Display, wenn diese Person einen Tweet veröffentlicht. Zusätzlich kann man das Netzwerk dann jederzeit und überall abrufen und in überall Tweets verfassen.

Das sind die wichtigsten Einsteigerinformationen für eines der größten Sozialen Netzwerke der Welt. Laut einer Nutzerstatistik des Marktforschungsunternehmens Nielsen hatte Twitter im Juni 2009 in Deutschland 1,8 Millionen Nettonutzer, wodurch sich die Nutzerzahl in Deutschland von April 2009 bis Juni 2009 fast verdoppelt (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter)

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