Motivation zum Schreiben finden

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Cleo Johnson | 18 Mai 2015 |

Ich will ja schreiben, aber ehrlich gesagt fehlt es mir gerade an Lust und Motivation. Die Geschichte ist in meinem Kopf praktisch fertig geschrieben. Ich habe Szenen vor Augen, Dialoge im Ohr und kann es kaum erwarten, das Finale zu schreiben. Aber es geht nicht. 

Es geht einfach nicht!

Also sitze ich vorm Computer, chatte auf Facebook, lese über die neusten Remakes aus Hollywood, halte nach Büchern Ausschau und verplempere meine Zeit. 

Glaubt es oder nicht, aber Motivation zum Schreiben findet man am besten, indem man einfach mal nicht ans Schreiben denkt. Indem ihr den blinkenden Cursor anstarrt und krampfhaft versucht ein paar Wörter sinnvoll aneinander zu reihen, macht ihr euch nur selber das Leben schwer. Was euch fehlt ist Inspiration und die findet ihr meistens draußen vor der Haustür und nicht in euren eigenen vier Wänden, die ihr in- und auswendig kennt. 

Natürlich kennt ihr auch eure Stadt oder die Umgebung von eurer Wohnung, aber wem geht es nicht so, dass er immer wieder etwas Neues entdeckt? Ein leer stehendes Gebäude, Menschen auf der Straße, eine schmale, euch bisher unbekannte Seitengasse. Es kann so vieles sein, dass euren Motor in Schwung bringt und oft sind es Dinge, mit denen ihr gar nicht rechnet. Dann packt euch das altbekannte Schreibfieber und ihr könnt es kaum erwarten in die Tasten zu hauen. In eurem Kopf entstehen Geschichten, an die ihr vorher nicht gedacht habt, die euch gar nicht in den Sinn gekommen wären, wenn ihr die ganze Zeit zu Hause gesessen hättet. 

Natürlich kann man auch dort Inspiration finden, indem man den Computer einfach mal ruhen lässt und sich mit einem Buch auf die Couch setzt. Die Geschichte eines anderen zu lesen weckt unser Kopfkino und vor unseren Augen beginnt ein Film zu laufen. Nach ein paar Minuten denken wir: Das will ich auch! 

Plötzlich ist es nicht mehr das Werk eines anderen, das wir vor unseren Augen entstehen sehen wollen, sondern unser eigenes. Das gleiche funktioniert auch mit einem Film, der uns so richtig packt. 

Wichtig ist, sich nicht zu sehr zu verkrampfen und auf Teufel komm raus schreiben zu wollen. Macht etwas, das euch Spaß macht. Das lenkt euch ab, lockert euch auf und gibt ein gutes Gefühl. 

Und macht es nicht viel mehr Spaß gut gelaunt an eine Geschichte zu gehen?

1 Kommentar:

  1. Toller Beitrag! Es stimmt wirklich. Rausgehen hilft, den Kopf freizukriegen. Wenn man sich aufs Schreiben versteift, kommt nur Müll raus, den man später wieder streichen muss. Das ist zumindest meine Erfahrung.

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