Kolume | Sorry, not sorry

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Hekabe OhneName | 26 Juni 2015 | 7 Kommentare


„Er lächelt. Ein kleines, spöttisches Zucken der Mundwinkel, in das sich der Leser zu diesem Zeitpunkt der Geschichte längst verliebt hat. In seinen dunklen Augen glimmt etwas auf. Triumph. Genugtuung. Beides nur ganz flüchtig, aber lang genug, damit die Protagonistin in seinen Armen es sehr wohl bemerken kann.

Ein ungutes Gefühl beschleicht sie und ihr Herz klopft ihr bis zum Hals, ohne dass sie etwas dagegen tun kann. Eine Stimme in ihr (und mit ihr auch der Leser vor dem Buch) schreit, dass sie weglaufen sollte, doch sie tut es nicht, sondern verharrt in seinen Armen. Sie liebt ihn, vor ihm zu fliehen, das wäre doch widersinnig. Oder?

Das Lächeln auf seinen Zügen wird breiter, als er sie näher an sich zieht und die Lippen an ihr Ohr hält, um ihr etwas zuflüstern zu können.
‚Darauf warte ich schon sehr lange‘, murmelt er und rammt ihr seinen Dolch in den Bauch.“

Show, don't tell: Einfache Tipps für einen besseren Schreibstil

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Thomas Williams | 24 Juni 2015 | 3 Kommentare

Wenn wir schreiben, erzählen wir nicht einfach nur eine Geschichte. Wir erleben sie mit unseren Charakteren. Wir stehen neben ihnen, befinden uns im selben Raum und spüren die Temperatur, riechen den in der Luft liegenden Geruch und so weiter. Wir sind unsichtbarer Begleiter vom Anfang bis zu Ende. 

Und als solche sind wir hautnah dabei. Wir schauen uns keinen Film an, den wir dann wiedergeben („So ein großer Feuerball!!! Booah!“), sondern teilen ein Erlebnis mit, das wir durchgemacht haben. Das mag jetzt etwas paranoid klingen, aber so stelle ich mir das Schreiben vor. Ich will nicht einfach beschreiben was gerade passiert („Er springt vom Dach. Alle tot.“), sondern den Leser die Geschichte ebenfalls hautnah miterleben lassen. Das funktioniert am besten durch einen flüssigen Schreibstil und indem man dem Leser zeigt was passiert, anstatt es einfach nur zu erzählen. 

Wieso ich lieber nicht an Kreativität glaube

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Christina | 22 Juni 2015 | Kommentieren

Kreativität. Sie gehört zu den Dingen, die meiner Meinung nach total überschätzt werden. So wie Sonnenaufgänge (wer sie lobt, muss sicher nicht jeden Tag so früh aufstehen) oder Sonnenschein (für viele ein Garant für gute Laune) oder Nutella (aufs Brot geschmiert, macht der Morgen angeblich den Tag)

Mit der Kreativität verhält sich das ähnlich.  Jeder möchte auf seine Art kreativ sein und nutzt den schwammigen Begriff, um sich und seine Fähigkeiten hervorzuheben. Für mich hat Kreativität jedoch immer einen schalen Beigeschmack. Es erinnert mich an Hobbybastler  und Beschäftigungstherapie. Im Grunde verbinde ich damit nichts Halbes und nichts Ganzes.  

Schreibübung | Wecke Spannung im Alltäglichen

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Isabell Dieckmann | 19 Juni 2015 | Kommentieren
Jeder Autor hat zum Ziel, dass sein Buch von Anfang bis Ende gelesen wird, doch es ist gar nicht immer so einfach, die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Man kann sie mit der nächsten Wendung, dem nächsten Cliffhanger bei der Stange halten, aber auch ihre Sympathie für die Figuren lässt viele weiterlesen. Andere lassen sich von der Sprache gefangen nehmen.

Es ist immer so leicht dahergesagt, dass ein wahrer Meister alles spannend machen kann. Wobei mich wahrscheinlich andere Bücher fesseln als euch. Was ich nicht aus der Hand legen kann, bringt vielleicht den nächsten zum Gähnen. Aber das ist ja gerade das Schöne daran: jeder hat andere Vorlieben. Und doch will man so viele Leser wie möglich begeistern.

Meine heutige Übung beschäftigt sich damit, aus den alltäglichen Begebenheiten etwas Interessantes zu machen.

Texte bearbeiten - Teil 2: Line Editing

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Cleo Johnson | 17 Juni 2015 | Kommentieren

Sobald das Triage Editing abgeschlossen ist, kann ich zur nächsten Phase übergehen: Der sprachlich-stilistischen Überarbeitung, auch Line Editing genannt.

Füllwörter tilgen
Im ersten Schritt wende ich mich den überflüssigen Wörtern zu. Füllwörter wie: jedoch, doch, dann, schließlich, also usw. Es ist ein ganz einfacher Schritt, denn mit der Suchfunktion meines Textverarbeitungsprogramms (erreichbar durch Strg+F) werden diese Unwörter schnell entdeckt und ebenso schnell gelöscht als hätte es sie nie gegeben. Sicher, an manchen Stellen werden sie fehlen, zu ca. 90% werde ich sie nicht brauchen. Und sollte dennoch eine Füllwort fehlen, werde ich das beim Lesen merken, und füge es wieder ein.

Den Roman in einem Satz zusammenfassen I Wie das funktioniert und warum man sich das antun sollte

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Carolin Grotjahn | 15 Juni 2015 | Kommentieren

Stellt euch vor, ihr tragt ein "Roman sucht Verlag"-T-Shirt und sitzt damit in der U-Bahn. Plötzlich steigt der Verleger vom Verlag eurer Träume ein und setzt sich neben euch. Die Bahn fährt an, er entdeckt die Aufschrift eures T-Shirts und fragt euch nach eurem aktuellen Buchprojekt. Ihr habt nur einen Satz Zeit, um ihm zu sagen, um was es in eurem Roman geht, bevor er an der nächsten Station wieder aussteigt. Verzweifelt ihr oder könnt ihr ihn mit einem Satz von eurem Roman überzeugen?

Wie soll das funktionieren?
Als ich das erste Mal vom sogenannten "Pitching" gelesen habe, war ich erstmal verwirrt. Wie soll ich die Handlung eines ganzen Romans in einen Satz - einen sogenannten Pitch - quetschen? Doch je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass eben nicht die ganze Handlung in diesen Satz muss. Dass ich die Handlung auf das Wesentliche reduzieren muss.

Schreibgadget: Writers App Pro

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Patricia Bellasie | 12 Juni 2015 | Kommentieren

Bei der Anzahl von Schreibprogrammen, die im Internet oder App-Store angeboten werden, kann man schon mal den Überblick verlieren. Hinzu kommt, dass einem oft die Zeit fehlt, sich mit den einzelnen Schreibhilfen und der Vielfalt ihrer Funktionen auseinander zu setzen. Der Kostenfaktor spielt natürlich auch eine Rolle, denn nicht jedes Gadget ist kostenlos.

Deshalb nehmen wir - das Team des Schreibnacht-Magazins - verschiedene Schreibprogramme unter die Lupe. Heute schauen wir uns gemeinsam die "Writers App (Basic&Pro)" an:

Figurenentwicklung: Der Alltag als Starthilfe

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Thomas Williams | 10 Juni 2015 | Kommentieren

Fangen wir mit einer neuen Geschichte an, begegnen wir lauter neuen Figuren, die es kennenzulernen gilt. Ganz besonders Augenmerk gebührt dabei natürlich dem Protagonisten der Geschichte. Der Leser soll wissen, wie er tickt, sich in ihn hineinversetzen können. Hierbei hilft es oft, den Alltag des Charakters vorzustellen.

Ist er ein Morgenmuffel oder springt er mit einem Lied auf den Lippen aus dem Bett? Zeigt er auf dem Weg zur Arbeit allen den Mittelfinger oder grüßt er freundlich alle, die ihm begegnen? Schon das macht deutlich, mit was für einer Person wir es zu tun haben. Wie die Figur mit ihrem Alltag umgeht und sich darin verhält, stellt sie praktisch vor. Und ganz nebenbei können wir noch Nebenfiguren einbauen, die später an Bedeutung gewinnen.

Die Nachbarin, der er im Hausflur begegnet wird.
Der Mann im Zeitungskiosk, wo unser Prota seine Zigaretten holt.
Der kläffende Hund, der ihm jeden Morgen hinterherjagt.

Wie man den inneren Kritiker besiegt

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Sabrina S. | 08 Juni 2015 | Kommentieren
Menschen zweifeln ständig. Meistens an sich selbst. Und da Autoren auch Menschen sind, geht es ihnen genauso. Manchmal sogar noch schlimmer, denn Autoren sind Künstler und somit fällt es ihnen besonders schwer, mit ihrer Arbeit ins Reine zu kommen. 

Jeder kennt bestimmt die Filmsequenzen, wo Autoren ihre Manuskripte aufs Papier kritzeln, nur um das Blatt dann zusammenzuknüllen und es in (oder neben) den Mülleimer zu werfen. Das passiert zwar heute nicht mehr so häufig, aber das heißt nicht, dass diese Prozesse nicht mehr stattfinden. Das tun sie, nur eben am Computer. Und wahrscheinlich ist es für den Autor so noch schwieriger geworden, den inneren Kritiker zu besiegen. Denn mit ein paar Klicks ist alles, was man geschrieben hat, einfach verschwunden. Einmal löschen und wieder neu anfangen, ist kein Problem – und das macht die Angelegenheit noch schwieriger.
Ohne Probleme kann man Textstellen überarbeiten. Nichts durchstreichen, nichts wegradieren, einfach löschen. Irgendwann weiß man nicht mehr, was man sagen wollte. Alles verschwimmt, der Sinn geht verloren und man darf wieder von vorne anfangen, weil die ganze Arbeit umsonst war.

Hier sage ich ganz klipp und klar: Stopp! Es gibt nämlich ein paar Tricks, die helfen, damit es nicht so weit kommt.

Writer's Basics: Plotten mit Karteikarten

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Cleo Johnson | 03 Juni 2015 | Kommentieren

Ich bin ein großer Fan von Karteikarten, wenn es darum einen Plot zu planen. Ob nun in physischer Form oder als digitale Variante mit einem Programm wie Scrivener, Karteikarten machen das Schreiben eines Romans auf vieler Art und weise ungemein praktisch:
  • Fokus: Auf so einer Karteikarte steht mir wenig Platz zur Verfügung. Ich muss mir also genau überlegen, was ich mir notieren möchte, damit alles übersichtlich bleibt. Automatisch konzentriere ich mich auf das Wesentliche, die wichtigsten Punkte der Handlung.
  • Organisation: Karteikarten visualisieren meinen Plot. Jede Szene und jedes Kapitel hat eine eigene Karte, ich weiß genau, wann was mit wem passiert, und alles auf einen Blick erfassen.
  • Flexibilität: Ganz leicht lassen sich die Karten verschieben, entfernen oder dazu packen. Ich kann mit meinem Plot experimentieren, verschiedene Abläufe ausprobieren, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. 

Die wichtigsten Dinge, die man als Autor übers Bloggen wissen sollte

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Kerstin Mitterer | 01 Juni 2015 | Kommentieren

Bloggende Autoren sind längst keine Einzelfälle mehr. Ein Blog ist die vereinfachte Form einer Webseite, in dem man über alles posten kann, was man möchte. Sehr viele Leute,  Autoren und Nicht-Autoren, sind durchs Bloggen bekannt und berühmt geworden. Für jene, die mit dem Bloggen beginnen wollen, gibt es auch sehr viele Soziale Medien, die es anbieten einen eigene Blog zu erstellen. Für Einsteiger und Profis hier ein paar wichtige Hinweise:

Layout ist alles!
Das wichtigste, wenn man einen Blog beginnen möchte, ist einmal, überhaupt einen Blog zu erstellen und ein Layout zu kreieren. Je nachdem, was man in dem Blog darstellen möchte, muss man das Layout darauf abstimmen. wenn ich eine Homepage über mich erstellen möchte, und den Leuten in meinem Blog mitteile, was ich den ganzen Tag lang so mache, sollte ich mich im Blog grafisch zeigen. Es gibt viele Möglichkeiten, ein Bild von mir zu verwenden: als Titelbild, Hintergrundbild, Banner, oder als Profilbild.