Schreibübung | Ort und Zeit

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Isabell Dieckmann | 31 Juli 2015 | Kommentieren

Zu einer guten Geschichte gehören eine mitreißende Storyline und interessante Charaktere, doch man darf keinesfalls das Setting vergessen, denn dadurch erfahren die Leser die Welt im Buch, lernen die Figuren kennen, wie sie sich in ihrer Welt bewegen und mit ihr interagieren. 

Darum gibt es dieses Mal eine Übung, die euch mehr über euer Setting nachdenken lässt. Ob ihr es dann am Ende ausführlich beschreibt oder einfach nur im Hinterkopf behaltet, bleibt euch überlassen.

1. Auch ein Ort kann eine Seele, einen Charakter haben, der ihn unverwechselbar macht. Wie kommt er zum Ausdruck? Beschreibe ein Gebäude, einen Raum, einen Park etc. und hebe dabei die Persönlichkeit des Settings hervor. Welche Leute verkehren dort? Wie ist die Atmosphäre? Was ruft sie hervor, macht es also gruselig oder entspannend? Wie bewegen sich die Menschen dort? Vorsichtig, energiegeladen oder doch eher sorglos? Man kann es wie eine Liste für eine Figur anlegen, der man Charaktereigenschaften zuweist.

Forum | Lagerfeuer, Nachtwanderung und vieles mehr im Sommercamp!

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Cleo Johnson | 29 Juli 2015 | 4 Kommentare


Wer von euch schon einmal in einem Sommercamp war oder Zelten, wird diese Situation sicherlich bekannt sein: Das Zischen und Lodern der Flammen. Das Knacken und Knistern des Feuerholzes. Das Zirpen der Grillen. Der Wind, der durch den nächtlichen Wald rauscht. Irgendwo ruft ein Käuzchen. Das Stockbrot, das an langen Ästen über dem Feuer bäckt, wird langsam goldbraun. Die Luft ist erfüllt von leisen Gesprächen und gelegentlichen Lachen. Vielleicht hat irgendjemand seine Gitarre eingepackt und stimmt ein paar Lieder an, und alle singen mit. 

Ein echtes Lagerfeuer können wir euch nicht bieten, aber den Spaß, den so ein Besuch im Camp mit sich bringt, auf jeden Fall: Wir laden euch herzlich ein zum Schreibnacht Sommercamp!

Infodump und wie du ihn vermeiden kannst

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Thomas Williams | 27 Juli 2015 | Kommentieren

Infodumping dürfte ein Problem sein, das jeder Autor kennt. Wir glauben, dass jedes Detail wichtig ist und dem Leser alles erklärt werden muss. Jede Falte im Gesicht unseres Hauptcharakters, jeder Leberfleck und jedes Haar müssen genauestens beschrieben werden.

Okay, so schlimm dürfte es wohl nicht sein, aber geht es um Umgebungen, Kleidungen oder etwas in der Art, gehen wir oft zu sehr ins Detail. Stellen wir eine Figur vor, beschreiben wir erst mal ihr komplettes Leben, bevor wir zum springenden Punkt kommen. Das ist für die erste Fassung nicht weiter schlimm. Die Geschichte erwacht vor unseren Augen zum Leben und wir beschreiben, was wir sehen.

Kolumne | "Was schreibst du eigentlich?"

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Hekabe OhneName | 24 Juli 2015 | 5 Kommentare



„Sag mal, du schreibst doch ein Buch, oder?“

In meinem Kopf geht ein Alarm los. Eine laute, schrille Sirene, die begleitet von einem roten Licht monoton vor sich hin kreischt, während eine blechern klingende Durchsage durch alle Abteilungen meines Seins schallt. „Achtung! Dies ist keine Übung! Frage eines Nichtschreibers auf zwölf Uhr! Ich wiederhole: Das ist keine Übung!“ 

Der Notstand bricht aus und irgendwo in der Chefetage hinter dem Kontrollpult für mein Sprachzentrum bekommt ein einsames Notfallteam nervöse Schweißausbrüche. Jetzt bloß keinen Fehler machen, denken sie sich, während sie vorsichtig die Hebel und Knöpfe vor sich bedienen.

„Jaaaaa… Warum?“, erwidere ich schließlich gedehnt und mustere meinen Gegenüber misstrauisch.

„Na ja“, meint der gelassen und merkt kein bisschen etwas von dem Notstand in meinem Gehirn. „Worum geht’s denn so? Jetzt ganz knapp, meine ich.“

Stromausfall, Systemzusammenbruch, die Sirene verstummt, das rote Licht geht aus, irgendwo ganz unten fallen ein paar Angestellte spontan in Ohnmacht, während die Führungsriege hektisch auf die Knöpfe vor sich drückt. Ohne Erfolg, der Strom ist weg und nur mein Auge zuckt ein ganz klein bisschen nervös.
Ganz kurz? Wie soll denn das funktionieren? Ganz kurz?!

Was bringt eigentlich ein VHS-Kurs?

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Patricia Bellasie | 22 Juli 2015 | Kommentieren

Als Autor lernt man nie aus. Meiner Meinung nach ist dieses Hobby, dieser Beruf und auch Passion von fortwährender Entwicklung geprägt. Inspiration begegnet einem überall - Blogposts, Zeitungsartikel, Bücher, Fernsehsendungen, Dialoge im Alltag; Zeit und Personen beeinflussen die Sprache auf eine ganz besondere individuelle Art und wir Autoren haben die Aufgabe, diese Einflüsse einzufangen und mitzunehmen.

Soziale Netzwerke und ihr Nutzen für Autoren: LovelyBooks

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Sarah Böcker | 20 Juli 2015 | Kommentieren

(c) LovelyBooks.de







Es gibt immer mehr von ihnen, doch keine ist so beliebt wie LovelyBooks. Mit umfangreichen Möglichkeiten wie eigenen virtuellen Bücherregalen, Lesechallenges, direktem Kontakt zu Lesern/Autoren und Rankinglisten durch angemeldete Mitglieder bietet LovelyBooks ein breites Portfolie für Leser und Autoren.

Fast jeder weiß, der sich mit Büchern beschäftigt, dass sich bei LovelyBooks alles um eben diese dreht. Doch welche Möglichkeiten hat man dort genau? Welche Vor- und Nachteile hat LovelyBooks? Dem bin ich nachgegangen und habe dabei wundervolle Autoren kennengelernt. 

Beginnen wir mit den Möglichkeiten, die LovelyBooks für Leser/innen bereithält.


13 Ausreden nicht schreiben zu müssen

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Christina | 15 Juli 2015 | Kommentieren

Kennst du das? Eigentlich möchtest du schreiben, aber du suchst nach einem Grund, heute darauf zu verzichten. Ich bin Meister darin, Ausreden zu finden, um nicht schreiben zu müssen. Nichts liegt mir näher als schreiben zu wollen und nichts ferner als mich davor zu drücken. Trotzdem halten mich diese 13 Gründe meistens davon ab, meiner Leidenschaft zu folgen.

1) Es ist zu heiß zum Schreiben

Die Hitze im Sommer kann einem wirklich den Garaus machen. Ein Ventilator würde zwar Abhilfe schaffen, aber nach spätestens einer Minute wäre es mir zu kühl, oder zu laut oder die Haare würden mir ins Gesicht fliegen. Ach was soll's … bei über 32°C schreibe ich nicht.

Tipp: Wenn du in der Hinsicht nicht so konsequent bist wie ich, kannst du dich mit kalten Getränken, einer Dusche oder im Schwimmbad abkühlen. Es hilft auch, die Fenster abzudunkeln, damit nicht den ganzen Tag die Sonne hineinscheint.

Kurzgeschichten schreiben

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Thomas Williams | 13 Juli 2015 | Kommentieren

Jeder Autor geht anders an seine Geschichten heran. Es gibt unzählige Möglichkeiten und die, die ich hier vorstelle ist eine, die für mich funktioniert und das schon seit Jahren. Ihr könnt sie ausprobieren, vielleicht klappt es auch für euch. Oft sind es die Tipps, von denen wir es am wenigsten erwarten, die uns weiterbringen. 

In der Kürze liegt die Würze, heißt es doch so schön. Kurzgeschichten lassen dem Autor aber nicht viel Zeit weit auszuholen. Die Handlung wird nicht innerhalb mehrerer Seiten aufgebaut und der Protagonist muss schnell vorgestellt werden. Viele Autoren sagen, dass sie sich nicht kurz fassen können und das ist auch gut so, aber trotzdem ist es weitaus einfacher eine große Geschichte klein zu erzählen, als viele denken.

Let's Play Elegy for a dead World: Ein Schreibspiel für Autoren

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Cleo Johnson | 10 Juli 2015 | Kommentieren


Einsam und allein schwebt ein Astronaut durch den Weltraum, vor bei an Sternen und Galaxien. Er ist auf einer Mission: Verlorene Welten zu erkunden und über ihr Schicksal zu berichten. Elegy for a dead World zu deutsch Klagelied für eine tote Welt ist ein Computer-Spiel. Aber kein gewöhnliches Spiel, denn es ist ein Spiel für Schriftsteller. Ich möchte heute mit euch zusammen auf eine kleine Erkundungsreise durch dieses wunderschön gestaltete Spiel gehen.

Mit dem Try-Fail-Cycle Spannung erzeugen

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Carolin Grotjahn | 06 Juli 2015 | Kommentieren

Nehmen wir an, Harry Potter hätte Voldemort gleich im ersten Buch besiegt, ohne auf irgendwelche Hindernisse zu stoßen, Freunde zu verlieren oder Aufgaben lösen zu müssen, Voldemort einfach puff und weg – hätte euch die Geschichte dann interessiert?

Also mich auf jeden Fall nicht. Meiner Meinung nach ist es ein wichtiges Element einer Geschichte, dass der Held ein Ziel hat, das er erreichen will, es am Ende auch schafft, aber auf dem Weg dorthin immer mal wieder an Herausforderungen scheitert.

Es hat in meinen Augen einige Vorteile, wenn der Held auch mal scheitert:

  • Der Leser kann mit ihm mitfühlen
  • Der Held wirkt nicht wie ein Übermensch, der alles auf Anhieb schafft und ist dem Leser so sympathischer, als wenn ihm alles in den Schoß fallen würde
  • Der Held kann aus Fehlern lernen und sich so weiterentwickeln
  • Es entsteht Spannung, weil der Leser nicht weiß, ob der Held sein Ziel je erreichen wird und was für weitere Entbehrungen er auf dem Weg zum Ziel bringen muss

Um Spannung zu erzeugen und den Helden der Geschichte ab und zu mal stolpern zu lassen, gibt es das Konzept des Try-Fail-Cycles.
Ein Try-Fail-Cycle ist – wie der Name schon verrät – ein Zyklus des Probierens und Scheiterns. Der Held bekommt einen Auftrag/muss sich einem Problem stellen, probiert, ihn zu erfüllen/es zu lösen, scheitert, versucht es erneut, scheitert und so weiter und so fort, bis er am Ende (in den meisten Fällen) sein Ziel erreicht.

Für einen durchschnittlich langen Roman sind etwa drei Try-Fail-Cycles angemessen. Einen muss es mindestens geben, es sollten aber auch nicht zu viele sein, deshalb haben sich viele Filme und Romane auf drei Try-Fail-Cycles festgelegt. Empfehlenswert ist noch, dass jedes Problem schwieriger als das vorige ist, damit der Held daran wachsen kann.

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Try-Fail-Cycle gemacht? Habt ihr andere Tipps, wie man Spannung aufbauen kann?
Dann ab damit in die Kommentare :)

Inspiration zum Schreiben | „Worüber redet sie da?“

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Isabell Dieckmann | 03 Juli 2015 | Kommentieren

Wieder einmal ist es an der Zeit für einen kleinen kreativen Schubs. Dieses Mal bekommt ihr eine Zeile aus einem Dialog, um den herum ihr einen Text spinnen könnt.

Wie könnte er weitergehen? Oder wie fing er an? In welche Szene passt der Dialog?


„Hast du auch an die Geflügelschere und den Tacker gedacht?“

„Wir nehmen nicht den Zauberer!“

„Ich begreif wirklich nicht, wie du da reingeraten bist – da werde ich den Schlagbohrer brauchen.“

„Da guckst du auch bloß wie ein Ferkel ins Uhrwerk, was?“

„Das erinnert mich eher an eine tanzende Ente.“

Schreibt uns doch eure Ideen in die Kommentare – wir freuen uns schon darauf!