4 Tipps zu gelungenen Flashbacks

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Kerstin Mitterer | 17 August 2015 |

Um den Begriff Flashbacks zu erklären reicht vermutlich einfach die Übersetzung – es handelt sich um Rückblenden. Diese können jederzeit in einen Text eingebaut werden und dienen dem Verfasser dazu, bestimmte Geschehnisse aus der Vergangenheit ohne viel Tamtam genau aufzuklären. Leider gilt hierbei der Vorsatz „So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“. Befindet sich der Leser zum Beispiel gerade in einer spannenden Szene, will er statt einer Rückblende eigentlich nur erfahren, wie es weiter geht. Hier ein paar Tipps, wie man Rückblenden oder Flashbacks richtig einsetzt!

Quelle: Crystal |weheartit.com
So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Rückblenden zerreißen oft den Schreib- oder Lesefluss. Wenn man Rückblenden einbaut, sollte man dies nicht seitenlag machen. Als Autor selbst muss man natürlich ganz genau über jedes kleinste Detail der Geschichte Bescheid wissen. Den Leser interessiert allerdings nur das, was essentiell für das Verständnis der Geschichte ist. Das bedeutet, dass man gewisse Informationen, wie zum Beispiel die Farbe der Unterwäsche des Protagonisten (falls diese mit der Geschichte nichts zu tun hat) dem Leser gerne vorenthalten kann. Gab es jedoch ein vergangenes Ereignis, ist es wichtig, diese dem Leser verständlich aufzubereiten. Reiß aber dabei den Leser nicht aus der Handlung heraus!

Besser schnell als langsam
Sich langsam an Flashbacks heranzutasten, ist langweilig. Wirf den Leser einfach in die Rückblende hinein, ehe er versteht, was eigentlich mit ihm geschieht. Der erste Satz der Rückblende muss gut sein. Lass den Leser nicht sehen, dass eine Rückblende folgt, denn wenn er es schon ahnt, überspringt er sie vielleicht. 

Bleibe aktiv und in der richtigen Zeit
Es gibt nichts schlimmeres, als langweilige Rückblenden. Versucht, eure Rückblenden als aktive Szenen zu verfassen! Dabei musst du aber unbedingt in der richtigen Zeit bleiben. Der Leser soll ja auch weiterhin das Gefühl haben, dass das Gelesene gerade jetzt geschieht, wenn ihr auf einmal in einer ganz anderen Zeit schreibt, wird man euch vielleicht Schusseligkeit unterstellen. Außerdem ist es sehr verwirrend und erschwert den Lesefluss, den man ja so schwer aufgebaut hat und eigentlich unbedingt erhalten will! 

Ausweichen
Man kann Flashbacks auch einfach ausweichen, in dem man alle wichtigen Fakten über die Vergangenheit in einen Dialog packt. Dabei sollte man dabei achten, dass die Charaktere sich nicht über Dinge unterhalten, über die sie beide schön länger Bescheid wissen. Man erzählt ja auch niemandem, was man nicht für einen tollen Job hat, wen diese Person das bereits länger weiß.

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Schreibübung: Für die, die es jetzt einmal ausprobieren wollen, hier eine kleine Übung. Schreibe eine Geschichte mit um die 1000 Wörtern, in denen mindestens fünf Informationen aus der Vergangenheit vorkommen. Mindestens eine, aber höchsten zwei der Informationen sollen durch Flashbacks vermittelt werden!
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Diskussion: Wie steht ihr zu Flashbacks? Habt ihr in einem eurer Projekte schon einmal Flashbacks verwendet und wie habt ihr sie in das Geschehen verarbeitet?

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