7 wirksame Schritte, die bei Aufschieberitis helfen

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Christina | 12 Oktober 2015 |

Schreibst du schon, oder prokrastinierst du noch? Wenn du dich heute mit unwichtigen Dingen aufgehalten hast, anstatt zu schreiben, geht es dir wie vielen, die ihre Textarbeit gewöhnlich aufschieben. Du hörst zwar die Stimme in deinem Kopf, die dich beharrlich auffordert endlich zu schreiben, doch die Zeit vergeht und dein Wordcount ist nicht gewachsen. Es gibt viele Wege, der Prokrastination abzuschwören, aber nicht jede Methode wirkt auf Anhieb. Ein bisschen Wille und Anstrengung deinerseits ist nötig, um dich verstärkt auf das Schreiben zu konzentrieren.

Überwinde deine Schreibblockade!
Situation: Alle wichtigen Arbeiten sind erledigt, du wirst nicht abgelenkt und hast genug Zeit zum Schreiben. Doch du sitzt vor dem PC und nichts tut sich. 

Um dich zu motivieren, suchst du nach inspirierenden Texten. Sie sollen dich auf eigene Gedanken bringen. Zu lesen, was andere geschrieben haben, ist ein gutes Mittel, um dich auf das Schreiben einzustimmen. Leider verlierst du dabei Zeit und wenn es ganz schlimm kommt, bist du nicht nach dem ersten Text motiviert, sondern erst nach dem fünften. Das fördert die Angst, die dich blockiert.

Was du dagegen tun kannst:

Angst zu scheitern und Überforderung sind häufig Gründe, warum wir nichts zu Papier bringen. Man spricht dann von einer Schreibblockade. Schreibblockaden und Prokrastination sind allerdings keine gute Mischung. Bevor du viel Zeit opferst und dich im Internet warm liest, solltest du dich lieber warm schreiben. Kommst du mit deinem Projekt nicht weiter, schreib zuerst etwas anderes. Deine Schreibzeit sollte nur zum Schreiben genutzt werden. Wenn du Inspiration brauchst oder etwas recherchieren musst, solltest du dir dafür ein eigenes Zeitfenster einrichten.

Eat the frog first
Situation: Eine wichtige und schwierige Tagesaufgabe steht an. Klar, dass du dich erst mal davor drücken möchtest. Doch du merkst schnell, dass deine Stimmung schlechter, wird je länger du es aufschiebst.

Was du dagegen tun kannst:

Ein weises Sprichwort besagt: Eat the frog first. Das bedeutet, dass du die schwierigste Aufgabe des Tages zuerst bewältigen sollst. Du wirst sehen wie befreiend es ist, sobald du diese Sache, erfolgreich hinter dich gebracht hast. Du wirst so motiviert sein, dass dir alles andere wie ein Kinderspiel vorkommt. Abgesehen davon hast du dir viel Zeit erspart, die du andernfalls mit einem schlechten Gewissen verbracht hättest.

Feste Schreibzeiten
Situation: Du schreibst, wenn du gerade Zeit oder Lust hast. Für gewöhnlich tritt beides in Kombination eher selten ein.

Was du dagegen tun kannst :

Wenn du dich auf feste Schreibzeiten einstellst, hast du das Zeitproblem schon einmal gelöst. Hierbei solltest du allerdings konsequent sein. Wenn du jedes Mal abbrichst, nur weil dir die Lust zum Schreiben fehlt, wirst du nicht weit kommen. Um dich selbst ein wenig zu kontrollieren, kannst du dir den Wecker stellen, der dich daran erinnert, dass in zehn Minuten deine Schreibzeit beginnt. Du kannst dir auch einen Kalender anlegen und für jeden Tag, an dem du geschrieben hast, ein Häkchen setzen. Hast du dich ein paar Mal daran gehalten, wird dein Ehrgeiz wachsen, auch weiterhin regelmäßig ein Häkchen setzen zu können.

Nein sagen
Situation: Irgendetwas ist immer. Wenn es nicht deine eigenen Belange sind, fragt dich bestimmt jemand anderes, ob du nicht dieses oder jenes schnell erledigen könntest. Das frisst Zeit, die du so dringend zum Schreiben benötigst.

Was du dagegen tun kannst:
Bevor du zum Egoisten wirst und allen Bittstellern, die Tür vor der Nase zuschlägst, solltest du abwägen, wann und wie du aushelfen kannst. Wenn es dir gerade gar nicht passt, trau dich Nein zu sagen. Du solltest dir dann aber auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden, nur weil du dem Schreiben den Vorzug gibst.

Such dir einen Schreib-Buddy
Situation: Dir fehlt der nötige Antrieb und weil du deine Zeit lieber in Gesellschaft verbringst als einsam vor dem PC zu hocken, unternimmst du etwas mit deinen Freunden.

Was du dagegen tun kannst: 
Als Schriftsteller musst du kein Einzelgänger sein, aber wenn du schreiben möchtest, müssen deine Freude auch mal hinten anstehen. Am besten ist es, wenn du dir in Schreibforen Gleichgesinnte suchst. Wo viele sind, wird sich auch einer finden, mit dem du dich intensiver über das Schreiben austauschen kannst. Sollte es mal nicht so gut laufen, könnt ihr euch gegenseitig motivieren.

Vermeide Ablenkung
Situation: Bevor du deine E-Mails nicht gelesen hast oder weißt, was auf Facebook los ist, kannst du nicht schreiben.

Was du dagegen tun kannst: 
Wenn du es vor Neugier nicht aushältst, hilft auch kein Verbot. Also lies die neue E-Mail und schau fünf Minuten in deinen sozialen Netzwerken vorbei. Ist nichts Wichtiges passiert, kannst du dich wieder auf deinen Text konzentrieren. Gibt es etwas, das deine Aufmerksamkeit länger in Anspruch nehmen würde, musst du es auf später verschieben. Das erfordert etwas Disziplin, aber es ist allemal besser, als das Schreiben aufzuschieben.

Schaffe Ordnung
Situation: Du möchtest schreiben, aber bevor die Wäsche nicht gebügelt und der Schreibtisch nicht aufgeräumt ist, kannst du nicht anfangen.

Was du dagegen tun kannst: 
Wenn du zu den Menschen gehörst, die eine äußere Ordnung brauchen, um den Kopf für das Schreiben frei zu bekommen, ist es richtig, wenn du dich diesen Aufgaben zuerst widmest. Allerdings solltest du nicht den Fehler machen und dich länger als nötig damit aufhalten. Ausprobieren, ob alle Kulis noch schreiben, oder jedes T-Shirt extra glatt bügeln, obwohl du es damit sonst auch nicht so genau nimmst, fällt eindeutig unter Prokrastination.
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Diskussion: Was unternimmst du gegen die berühmt berüchtigte Aufschieberitis? Wie vermeidest du Ablenkungen und wie motivierst du dich zum Schreiben? Welche Tipps und Tricks haben dir weitergeholfen?

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