Jessi | Romantikerin mit Hang zum Sadismus

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Jessica Iser | 22 November 2015 |

Dass ich auf die Schreibnacht stieß, war mehr oder weniger ein Zufall. Lily, die ich schon vorher kennengelernt hatte und die nun auch eine treue Schreibnacht-Kollegin ist, empfahl mir das Schreibnacht-Forum. Ich meldete mich also dort an und war begeistert von den gemeinsamen Schreibnächten, die mich nach einer langen Blockade endlich wieder dazu motivieren konnten, etwas aufs Papier zu bringen. Einige Monate nach meiner Anmeldung suchte das Schreibnacht-Magazin-Team Verstärkung – nun arbeite ich für das Schreibnacht-Magazin als Lektorin.

Ich bin Studentin im „M. Eng. Informationswissenschaft“ und stehe kurz vor dem Abschluss. Das heißt ich bin gewissermaßen Spezialistin für Recherchearbeit.

In meiner Freizeit schreibe ich natürlich viel, vor allem in den Bereichen Fantasy, Horror und Dark Romance. Aber egal in welchem Bereich, ich quäle meine Protagonisten (und Leser) gerne immer ein bisschen – aber mal ehrlich, wer tut das nicht? Geschichten geschrieben habe ich eigentlich schon kurz nachdem ich das Schreiben gelernt habe. Es waren eigentlich immer nur kurze, eher alberne Geschichten, bis mein großer Bruder irgendwann meinte: „Du musst mal ein richtiges Buch schreiben.“ Und dieses Ziel verfolge ich seitdem immer wieder fleißig. Bisher habe ich es geschafft, eine Kurzgeschichte in einer Horror-Anthologie zu veröffentlichen.

Aber ich habe auch eine große Leidenschaft fürs Zeichnen, das heißt, ich visualisiere ab und an auch mal meine Roman-Charaktere auf Papier. Ansonsten lese ich sehr gerne und träume von einer hauseigenen Bibliothek. Mein Lieblingsautor ist H. P. Lovecraft, aber in meiner Jugendzeit hat mich vor allem Wolfgang Hohlbein geprägt. Das erste Buch, an das ich mich erinnere ist zwar ein Kinderbuch, aber deswegen nicht weniger toll: „Der Findefuchs“. Ich habe es auch außerhalb der Schule noch viele, viele Male gelesen und auch heute noch finde ich, dass es eine sehr schöne Geschichte ist. Mein Lieblingszitat stammt jedoch aus „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak. 
„Ich habe die Worte gehasst, und ich habe sie geliebt, und ich hoffe, ich habe sie richtig gemacht.“
Es fasst für mich wunderbar zusammen, wie sich das Schreiben im Grunde anfühlt. Es ist ein befreiender Prozess, aus Worten eine Geschichte zu schaffen und es gehört viel Liebe zu diesem Hobby, denn es nimmt einen gefangen und nicht immer positiv. Manchmal muss man sich auch durch eine Blockade kämpfen und Dinge überarbeiten, wegstreichen oder neu schreiben. Und hauptsächlich: Niemals aufgeben.

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