12 sichere Methoden um Schreibblockaden zu überwinden

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Christina | 22 März 2016 |

Einige sagen, es gibt sie nicht, andere kennen sie nur zu gut. Die Schreibblockade.
Doch was steckt dahinter und wie können wir sie ein für alle Mal besiegen?
Die erste Frage ist leicht beantwortet. Wenn wir etwas fürchten, verkrampfen wir und können das Problem nicht mit einem klaren Kopf angehen. Wir glauben, dass sich eine große Blockade vor uns aufgetan hat, die unsere Selbstzweifel weckt und uns das Gefühl gibt, zu versagen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass das Schreiben für jeden von uns zum großen Schreckgespenst wird, aber anstatt sich der Blockade aus Selbstzweifeln oder übertriebenem Perfektionismus zu stellen, setzen manche lieber mit dem Schreiben aus und hoffen, dass sich ihr Problem irgendwann von alleine löst.
Natürlich kannst du die Situation aussitzen und darauf hoffen, dass dein Selbstvertrauen zurückkehrt.  Manchmal ist es sogar gut etwas Abstand, zu seinem Projekt zu gewinnen. Doch wie viele Tage, ja, sogar Wochen bis Monate gehen dir dadurch verloren? Möchtest du dich wirklich von einer Schreibblockade beherrschen lassen?
Glaub mir, sie ist es nicht wert, dass du dein Ziel, ein Buch zu schreiben, aufgibst oder auf die lange Bank schiebst.  Schaff sie lieber ab. Am besten sofort.

 Schreiben ist selbstverständlich
Das Schreiben haben wir alle in der Schule gelernt, aber es ist ein Unterschied, ob wir nur ein paar Worte vor uns hin schreiben oder ein anspruchsvolles Romanprojekt angehen. Da kann einem schon mal Angst und Bange werden, doch der eigentliche Prozess des Schreibens, sollte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Falls du dennoch das Gefühl hast, keinen vernünftigen Satz zu Stande zu bringen, hilft dir vielleicht eine Schreibübung, die sich nur auf ein bis zwei Sätze beschränkt.

Hast du einen Twitter Account?
Auf Twitter muss man sich kurz fassen. In ein paar Sätzen kannst du ein Statement zu einem beliebigen Thema abgeben (das gleiche gilt natürlich für alle anderen sozialen Netzwerke). Wenn deine Schreibblockade also von existenzieller Natur ist, verordne dir selbst regelmäßig Kurznachrichten auf  Twitter zu verfassen. Du wirst sehen, dass du deinen Schreibmuskel damit nicht nur lockerst, sondern langsam wieder aufbaust. Achtung: lass dich von sozialen Netzwerken aber nicht zu sehr ablenken!

Schreibmuskel trainieren. Regelmäßig  schreiben.
Wenn du das Schreiben als selbstverständlich ansiehst, kannst du zum nächsten Schritt übergehen. Regelmäßiges schreiben wird dir dabei helfen, deinen Schreibmuskel zu trainieren und länger dabei zu bleiben. Das heißt, dass du nicht nur ein paar Sätze schreibst, sondern mitunter in kurzer Zeit mehrere  hundert Wörter zu Papier bringst. Während dieser Phase ist es entscheidend, dass du deinen inneren Kritiker komplett ausschaltest. Ziel ist es nicht, einen perfekten Text zu schreiben, sondern jeden Tag in den Schreibfluss zu kommen. Das ist wichtig, um überhaupt ein Großprojekt, wie einen Roman, voran zu treiben. Wenn du jeden Tag nur drei perfekte Sätze zu Stande bringst, wirst du dein Ziel schnell aus den Augen verlieren. Es kostet zu viel Kraft und Zeit. Wenn du aber jeden Tag, ohne viel zu überlegen, eine Seite schreibst, ist zwar nicht jeder Satz perfekt, dafür wirst du merken,  dass dein Schreibstil besser wird, je mehr du schreibst.

Finde dein Thema
Regelmäßiges Schreiben ist nicht dein Problem? Dann liegt es vielleicht am Thema.
Jeder kennt es. Wenn man zu einem Thema nichts zu sagen hat oder uninformiert ist, macht es keinen Spaß sich darüber zu unterhalten oder gar darüber zu schreiben.
Du kannst es dir einfach machen und dir nur Themen aussuchen, mit denen du dich wohlfühlst. Denn wenn du weißt, was du sagen willst, musst du nicht lange überlegen und kannst direkt drauf losschreiben.
Schreibe über das, was dir auf dem Herzen liegt und die Worte werden dir zufliegen.
Anders ist es, wenn dich ein Thema zwar interessiert, du aber zu wenig darüber weißt. Auch das kann zu einer Blockade führen. Zum Glück ist das eine Blockade, an der du nicht verzweifeln musst. Recherchieren mag für manche lästig sein, aber es schafft  Abhilfe.

Outliner oder Discovery Writer?
Weißt du welcher Schreibtyp du bist? Gehörst du zu den Outlinern, wirst du deine Geschichte  genau planen, bevor du mit dem Schreiben loslegst. Bist du ein Discovery Writer, schreibst du munter drauf los und entdeckst deine Geschichte Stück für Stück. Letzteres birgt jedoch die Gefahr einer Schreibblockade, da du irgendwann an einem Punkt angelangt bist, an dem du nicht mehr weiter weißt. Das kann frustrierend sein, weil du eventuell  deine ganze Geschichte umwerfen musst. Wenn du einem gut strukturierten Plot folgst und auch die Kapitel planst, wird dir das nicht passieren.

Klein anfangen
Wenn dein Projekt so groß ist, dass du nicht weißt, wo du anfangen sollst, teile es in kleine Stücke auf. Wenn du ganz klein anfangen willst, notiere dir jeden Gedanken und schreibe dazu mindestens einen Satz. Später verknüpfst du alles miteinander. So hast du nach einiger Zeit  genug Material um Charakterprofile zu erstellen, Schauplätze zu beschreiben und sogar Vorlagen für einzelne Szenen, die du später Kapiteln zuordnen kannst.

Spontan schreiben
Am besten ist eine feste Schreibzeit, auf die du dich einstellen kannst, aber es schadet auch nicht, wenn du spontan auf deine plötzliche Muse eingehst. Gerade wenn du häufig von einer Schreibblockade geplagt wirst, solltest du diesen Moment nutzen und Schreiben. Das wird dir einen Kick geben und deine Beziehung zum Schreiben verbessern. Ganz nach dem Motto „Hey, ich kann es ja doch!“

Mehr lesen
Erinnerst du dich, was dein Grund war mit dem Schreiben zu beginnen? Genau! Da gab es ein oder mehrere Bücher, die du so toll fandst, dass du dir ebenfalls Geschichten ausdenken und aufschreiben wolltest. Daher finde ich es nur folgerichtig, dass jemand der schreibt, auch viel liest, um weiterhin inspiriert zu bleiben.

Pomodoro-Technik
Wie wäre es, wenn du dir den Wecker stellst und genau nach Zeit schreibst? Die Pomodoro-Technik  eignet sich dafür hervorragend.  Zum Anfang schreibst du fünfundzwanzig Minuten konsequent durch. Dann machst du fünf Minuten Pause, in denen du etwas trinken oder kurz aus dem Fenster starren kannst. Danach geht es im gleichen Rhythmus weiter.

Mutmacher und Motivation
Viele Autoren haben mit Schreibblockaden zu kämpfen. Darunter auch einige Berühmtheiten. Lies dir durch, was andere zu dem Thema sagen. Du wirst in deren Worten nicht nur Trost, sondern auch denen einen oder anderen Mutmacher finden.

Steh zu deinem Stil
Hör auf, über deinen Schreibstil zu meckern und hör auf, dich permanent mit anderen Autoren zu vergleichen. Es ist gut Vorbilder zu haben, aber wenn du individuell sein willst, musst du deine eigene Stimme finden und dazu stehen.

Editieren
Wenn dir so gar nicht danach ist einen neuen Text zu produzieren, nimm dir einen alten vor und editiere ihn. Schreibe einige Sätze um und streiche andere raus. Einen Text zu überarbeiten ist einfacher als einen neuen zu schreiben. Du hast bereits dein Gerüst und musst ihm nur noch den Feinschliff verpassen. Hier kannst du deinen Perfektionismus ausleben.

10 Finger Tippen
Der beste Tipp, um nicht nur produktiver zu schreiben, sondern auch Schreibblockaden auszumerzen, ist das Tippen mit zehn Fingern. Jeder hat seine Methode, auf der Tastatur nach Buchstaben zu suchen, doch wenn dir du in der Lage bist, blind zu tippen, können deine Augen auf dem Monitor bleiben und du siehst direkt was du schreibst. Weil du dich nicht mehr auf das Tippen konzentrieren musst, gehen wichtige Gedanken nicht mehr verloren.  Auch Tippfehler lassen mit der Zeit nach.
Es ist nicht einfach, sich diese Technik anzugewöhnen. Wenn du einmal angefangen hast,  solltest du dabei bleiben und nicht auf deine alte Methode zurückgreifen, um schnell eine E-Mail  zu verfassen. 
 Mit diesem kostenlosen Programm,  wirst du bei regelmäßigem Üben, schnell Fortschritte erzielen:

Wie gehst du mit Schreibblockaden um? Hast du einen narrensicheren Tipp?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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