Schreibnacht Jubiläumsblogtour: Interview mit Jennifer Jäger

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Patricia Bellasie | 19 August 2017 |


Am 25.08.2017 feiert die Schreibnacht Geburtstag.
Zur 44. Schreibnacht werden wir tatsächlich vier Jahre alt.

Es ist erschreckend und zugleich beeindruckend, wie schnell die Zeit vergeht und was aus der kleinen Idee vom gemeinsamen Schreiben geworden ist. Inzwischen tummeln sich an die 2.500 literaturbegeisterten Menschen im Forum und dabei sind sogar an die 211.000 Beiträge zustande gekommen. Es wird getippt, bis die Fingerkuppen glühen. Gemeinsam sind wir wie der Phönix aus der Asche gestiegen und haben den schlimmen Server-Crash überstanden. Ich kenne keine Community, die einen ähnlich wertschätzenden und gegenseitig unterstützenden Umgang miteinander pflegt. Es ist schön, zu sehen, wie der Stereotyp vom einsamen Autor gebrochen wird und sogar echte Freundschaften entstehen. Dass ein solches Engagement an den Tag gelegt wird, gehört nicht zur Selbstverständlichkeit.



Um Danke zu sagen, haben wir uns daher ein kleines Vorfreude-Event zusammengestellt.
Bis zur eigentlichen Schreibnacht erhaltet ihr im Rahmen unserer Schreibnacht Jubiläumsblogtour einen virtuellen Rundgang zu verschiedenen Schreibnacht-Stationen:

x 19.08.2017 - www.schreibnacht-magazin.de -  Interview mit Jennifer Jäger
x 20.08.2017 - www.sarahricchizzi.com - Was kann die Schreibnacht dir bieten?
x 21.08.2017 - www.bellasie.blogspot.de - Erste Erfahrungen - ein Rückblick
x 22.08.2017 - www.irinaverene.wordpress.com - Vom Einzelgänger zum Community-Schreiber
x 23.08.2017 - www.paulinawrites.weebly.com - Glücksmomentesammlung
x 24.08.2017 - www.katesbuecherregal.de - Interview mit Kat Reid
x 25.08.2017 - Abschluss der Schreibnacht Jubiläumsblogtour: Der Tag danach

Wenn Euch das noch nicht ausreicht, könnt Ihr gerne noch etwas im Forum stöbern:
Übersicht der Special-Guests & Übersicht der vergangenen Schreibnächte

Doch, wie kommt man zu so einer Idee? Wir haben unsere Schreibnacht-Mami mit Fragen gelöchert:



Interview mit Jennifer Jäger


Magazin: Auf Deinem Blog kann man nachlesen, was Dich zur Schreibnacht inspirierte. Doch, wie hast Du Dich auf die bevorstehende Veranstaltung vorbereitet?

Jennie: Ganz ehrlich? Gar nicht. Die erste Schreibnacht war so spontan, dass überhaupt nicht viel Vorbereitungszeit möglich gewesen wäre. Ich habe einfach aus einem Impuls heraus die Veranstaltung erstellt und losgelegt.

Magazin: Wie hast Du es geschafft, gleich 40 Autoren für das erste Event zu gewinnen?

Jennie: Damals kannte ich bereits sehr viele Autoren und stand in engem Kontakt mit ihnen, so konnte ich die ersten gewinnen. Als es dann losging, hat sich die Veranstaltung sehr schnell herumgesprochen und es kamen immer mehr Autoren hinzu. Ich weiß noch, wie überrascht und glücklich ich war.

Magazin: Vom Facebook-Event zum Forum – das war ein großer und auch kostenintensiver Schritt und sicherlich eine Entscheidung, über Die Du lange nachdenken musstest. Wieso hast Du Dich für diesen Weg entschieden?

Jennie: Der Hauptgrund war die Fragestunde, die irgendwann (ebenfalls sehr spontan) hinzu kam. Ich fand es sehr schade, dass die Fragestunden im Facebook-Nirvana verschwanden, also musste für die Fragestunde ein Forum her. Zu Beginn wurde das Forum nur für diese eine Stunde im Monat genutzt, aber recht schnell wünschten sich die Mitglieder mehr Unterforen und so begann die Schreibnacht zu wachsen.

Magazin: Wie hat die Schreibnacht Dein Leben beeinflusst?

Jennie: Wo soll ich da nur anfangen? Durch die Schreibnacht habe ich sehr viele wundervolle Menschen kennengelernt. Einerseits natürlich das Team und die User, aber andererseits auch viele Special Guests, mit denen ich noch heute in Kontakt stehe.

Magazin: Was war Dein liebster und schlimmster Schreibnacht-Moment?

Jennie: Mein liebster und schlimmster Schreibnacht-Moment? Ui, das ist schwierig. Einerseits möchte ich gerne die Schreibnacht mit Cornelia Funke für beides nominieren. Sie war extrem wundervoll, weil ich mit Cornelia Funke in Kontakt stehen konnte - und dann hatten wir so viele Zugriffe, dass unser Forum abgestürzt ist.
Außerdem fand ich es sehr schön, als auf der Buchmesse zwei Schreibnächtler sich bei mir für ihre Freundschaft bedankt haben, da sie sich durch die Schreibnacht kennenlernten und nun unzertrennlich sind. Da habe ich irgendwie gemerkt, dass die Schreibnacht nicht nur mein, sondern auch viele andere Leben beeinflusst.
Wundervoll war natürlich auch, als wir die Crowdfunding-Summe so unfassbar schnell gesammelt hatten - da wurde mir nochmal klar, wie viel die Schreibnacht den Mitgliedern bedeutet.

Magazin: Es vergehen weitere vier Jahre - Wie stellst Du Dir die Schreibnacht in 2021 vor?

Jennie: Weltherrschaft! Zu hoch gegriffen? Nun gut… Ich verfolge mit der Schreibnacht ehrlich gesagt kein Business-Modell, auch wenn dazu schon ein paar Anfragen kamen. Die Schreibnacht soll weiterhin das bleiben, was sie jetzt ist: eine Anlaufstelle für Autoren.

Magazin: Was möchtest Du unseren Lesern und Deiner Community noch mit auf den Weg geben?

Jennie: Danke, dass ihr all das möglich gemacht habt. Ohne euch wäre die Schreibnacht nur eine leere Plattform mit einem traurigen Team - aber dank eurer Beteiligung und eurem Engagement ist die Schreibnacht etwas ganz besonderes.

Magazin: Wir danken Dir von Herzen für Deine Antworten und besonders dafür, dass Du eine Plattform geschaffen hast, die uns viel bedeutet.




Kommentare:

  1. Ein toller Beitrag zum Einstieg! Das Interview war kurz und knackig, aber dadurch nicht weniger interessant. Bin gespannt auf die restlichen Beiträge.

    Lieben Gruß ♥

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