Vaires Messetagebuch: Samstag, der 14.

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Vaire Variz | 15 Oktober 2017 |


Tag zwei startet für mich um 7.30 Uhr, denn ich möchte zeitig auf die Messe kommen, um mir auch die abgelegenen Stände anzusehen. Da wären etwa die Hallen 6.0 und 6.1, wo sich internationale Verlage aus allen Ecken der Welt präsentieren. Neuseeland, Australien, Indien, Thailand und vieles mehr findet sich dort, aber auch größere Vertreter wie Harper Collins, die einen sehr futuristischen Stand haben, der beeindruckt. Doch hier ist alles etwas gemütlicher als in den großen Hallen rund um die deutschen großen Verlagshäuser in den Hallen 3.0 oder 3.1.

Heute ist endlich Wochenende. Das bedeutet in Frankfurt, dass auch endlich Buchfans aller Welt Zutritt haben, die nicht in irgendeiner Weise als Fachbesucher auf die Messe kommen. So sieht man an allen Ecken Cosplayer, die sich wahnsinnige Mühe mit ihren Kostümen gegeben haben. Besonders aufgefallen ist mir eine sehr tolle Verkleidung einer jungen Dame als der Verrückte Hutmacher aus Disneys Alice im Wunderland. Über das gesamte Gelände verteilen sich tausende Menschen, die alle eines teilen: Die Liebe zu Büchern.


Das Schöne an so einer Buchmesse ist auch, dass Fans ihren Idolen so nah wie sonst nirgendwo kommen können. Da verwundert es nicht, dass mitten im Innenhof eine meterlange Schlange sich auftut, als der Starautor Sebastian Fitzek zum Signieren im Signierzelt auftritt - und zum Glück spielt das Wetter mit und es herrscht strahlender Sonnenschein. Aber auch in den Gängen staut es sich, wenn ein Tad Williams am Stand von Klett Cotta für seine Fans sein aktuelles Buch Die Hexenholzkrone signiert. Und wer die Augen offen hält, der kann Autoren an den Ständen ihrer Verlage vorfinden. So kann man mal eben im Gang Jenny-Mai Nuyen treffen und ein Schwätzchen mit ihr halten, während wieder andere sich lieber den Lesungen im Lesezelt oder Konzerten auf der Open Stage widmen. Denn die Buchmesse hat ihren Star in den Büchern gefunden, bietet aber auch darüber hinaus eine wahnsinnige Vielfalt. Von Konzerten von Rockstars (Udo Lindenberg) bis hin zu Poetry-Slam auf der ARD-Bühne findet jeder etwas für seinen Geschmack.

Mein Fazit ist: Es gibt so viel zu entdecken und viel zu wenig Zeit dafür! Ich habe mir in den zwei Tagen ein paar Häppchen herausgesucht, aber ich glaube, nicht einmal die Hälfte gesehen zu  haben, von allem, was diese Messe geboten hat. Es war schön die Menschen aus der Branche sowie die Fans zu treffen und die gemeinsame Leidenschaft Buch auszuleben. Und so schwer der Abschied aus dieser Welt auch fällt, als ich meine Heimreise antrete, ist doch eins klar: Nach der Messe ist vor der Messe. Im März geht es schließlich schon wieder von vorne los. Dann aber in Leipzig!

Vaire

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