Der letzte Rückblick auf die Online-Autorenmesse #OA

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Patricia Bellasie | 12 November 2017 |
Heute endet die Online-Autorenmesse. Leider starte ich in das Finale mit einem erneuten Aufreger. Gestern waren die Videos bereits morgens veröffentlicht worden - für das Wochenende wunderbar angenehm. Heute Mittag, als ich mich dransetzen wollte, war noch nichts online. Erst wieder ab 17 Uhr und jetzt sitze ich hier und schaue mir missmutig die Videos an. Ich mag es nicht, wenn andere über meine Zeit bestimmen. Daher würde ich die Online-Autorenmesse in dieser Form kein zweites Mal "besuchen". Die Woche war extrem stressig für mich und auch jetzt läge ich lieber entspannt auf der Couch, statt mich noch an den PC zu setzen. Aber ich habe auch viel gelernt und möchte daher die letzte Möglichkeit nicht verpassen. Also kämpfe ich mich wieder durch. Wir starten mit einem Interview, auf das ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte: Erfolgstipps von Sebastian Fitzek. Seine angenehme Art stimmt mich etwas friedlicher. Mir gefällt, wie er herausstellt, dass die Co-Existenz von Brotjob und Autorendasein extrem schwer umzusetzen ist.


Bei der daraus oftmals resultierenden zeitlichen Diskrepanz zwischen den Schreibphasen kann man leicht den Faden verlieren. Man vergisst seine eigenen Charakteren. Nicht wieder ins Buch hereinzufinden, ist eine meiner häufigsten Ursachen für Schreibblockaden. Herr Fitzek empfiehlt vorab ein Exposé zu schreiben, um einen Orientierungsrahmen bieten. Das fertige Buch kann von dieser Inhaltszusammenfassung jedoch abweichen. Eine Formulierung, die ich diesbezüglich sehr mochte war: "Man muss der Figur vertrauen". Ein toller Tipp ist auch, sich komplett auf das Buch vorzubereiten und dann aber den Charakteren wieder die eigene Spontanität zu lassen. Eine gute Vorbereitung ist nach Fitzek extrem hilfreich. Ich fand auch seine Erläuterungen zum Thema "Kritik" sehr gut. Das Interview hat  mir sehr gut gefallen.

Im darauffolgenden Video ging Wolfgang Tischler auf Erfolgschancen ein. Definitiv ist man u.a. durch das Internet viel näher am Leser. Man kann eine bessere Bindung aufbauen und sich ganz anders positionieren. Im Interview hat man viel über den Wandel der Zeit und die Rolle von Verlagen in der Welt des Selfpublishings gerlernt. Tatsächlich ist es schon komisch, dass Zuschuss-Verlage noch immer funktionieren. Verlage sollten in die Autoren investieren und nicht anders herum.

Damit ist die Woche vorbei. Im allerletzten Video fasst Jurenka Jurk noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse im Live Webinar zusammen. Das habe ich verpasst.

Mein Fazit ist, dass ich definitv sehr viel aus dieser Woche mitgenommen habe. Sie mich aber auch extrem Nerven und Zeit gekostet hat. Tatsächlich wäre es mir lieber gewesen, wenn nicht jeden Tag Input gekommen wäre, sondern man auch mal Pausen zwischen den Interviews lässt. Dann hätte ich mich auch sicherlich nicht so unter Druck gesetzt gefühlt. In dieser Woche habe ich so gut wie gar nicht an meinem Manuskript geschrieben und das schmerzt hinsichtlich der NaNoWriMo-Statistik. Es gibt definitiv noch Verbesserungspotential. Dennoch bin ich Jurenka Jurk sehr dankbar für die Organisation des Events und freue mich, gleich durch die Extras der Interviewpartner zu stöbern. Gestern habe ich mir bereits den kleinen Marketingratgeber von Annika Bühnemann heruntergeladen.

Wie hat es euch gefallen?


1 Kommentar:

  1. Bezüglich des Stressfaktors stimme ich dir zu 100% zu. Es war extrem heftig, zumal die Videos ja nur 24 Stunden online sind und ich tatsächlich so einige verpasst habe - leider. Dennoch finde ich die Autorenmesse grundsätzlich genial, denn die Zeit, dafür irgendwo hinzufahren, hätte ich nicht gehabt.

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